Fußball: Nur ein Treffer fehlt

Fußball: Nur ein Treffer fehlt

Fußball-Niederrheinligist 1. FC Viersen bot beim 0:0 in Wülfrath eine engagierte Leistung, brachte aber erneut kein Tor zustande. Trainer Axel Malchow stimmte die Rückkehr von Marijan Mustac und Nando Di Buduo optimistisch.

Niederrheinliga Es wollte einfach nicht fallen. Chancen genug hatte der 1. FC Viersen, um im Auswärtsspiel beim 1. FC Wülfrath das erlösende 1:0, den ersten Treffer nach zwei erfolglosen Versuchen in der Rückrunde zu erzielen. Ante Sicenica verzog knapp nach einer schönen Kombination, später scheiterte Mounir Ben Moussa am gut reagierenden Torhüter des Gastgebers. Und David Busemann brachte das Kunststück fertig, aus kürzester Distanz den Ball per Kopf nicht im Tor unterzubringen. "Wenn ich dann an das 0:1 in der Vorwoche denke, müssen wir froh über den Punktgewinn sein", sagte Axel Malchow nach dem 0:0 in Wülfrath.

Defensive ließ kaum etwas zu

Bis auf die Chancenverwertung hatte der Viersener Trainer aber nichts auszusetzen am Spiel seiner Mannschaft. "Ich muss dem Team ein großes Kompliment machen, der Auftritt war in kämpferischer und läuferischer Hinsicht hervorragend", sagte Malchow. Die Defensive stand sicher und ließ in der ersten Hälfte gar keinen Torschuss der Gastgeber zu. Erst nach der Pause musste Thomas Gerdes im Viersener Tor zweimal eingreifen. Zur geschlossenen Mannschaftsleistung fehlte nur das Tor. Der letzte Treffer des 1. FC datiert noch aus dem Jahr 2009.

"So etwas passiert noch Mannschaften in ganz anderen Ligen. Wenn man das erklären könnte, würde man es gleich abstellen", sagte Malchow, der seinen Spielern letzten Dienstag erklärt hatte, dass er zum Saisonende aufhören wird. "Danach haben sie trainiert, als ob sie froh sind, dass der Schleifer im Sommer nicht mehr da ist", scherzte Malchow. Doch es ist nicht nur die starke Trainingswoche seiner Mannschaft, die ihn vor dem anstrengenden Programm mit fünf Spielen in drei Wochen optimistisch stimmt.

Denn mit Marijan Mustac und Nando Di Buduo hatte er wieder zwei zuletzt angeschlagene Stammkräfte zur Verfügung. "Natürlich sind beide noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, doch jetzt steht so langsam wieder die Mannschaft auf dem Platz, die in dieser Besetzung – es fehlt nur Martin Banasch – in der Vorrunde für Furore gesorgt hat", so Malchow. Nur haben sich die Männer vom Hohen Busch zuletzt nicht für ihren Aufwand belohnt.

Schon am kommenden Mittwoch bietet sich dem 1. FC die nächste Chance, beim Nachholspiel in Wuppertal. "Das ist für uns ein ganz leichtes Spiel, da die Wuppertaler der klare Favorit sind. Es wäre normal, wenn wir dort verlieren würden", sagte Malchow. Er wünscht es sich natürlich nicht. Und vielleicht fällt ja am Mittwoch endlich das lang ersehnte Tor.

(RP)