Nico Wehner von der VSF Amern Spieler des Tages

Spieler des Tages : Außenbahnspieler mit neuen Aufgaben

Beim Sieg der Amerner Landesliga-Fußballer gegen Meerbusch II bereitete der 22-jährige Nico Wehner zwei Tore vor.

Mit Nico Wehner ist am Wochenende auch der Erfolg nach Amern zurückgekehrt. Der 22-Jährige, der zuvor aufgrund einer Rotsperre drei Spiele hatte aussetzen müssen, war beim 2:1-Heimerfolg des Fußball-Landesligisten gegen die Reserve des TSV Meerbusch an beiden Toren maßgeblich beteiligt. Was in der vergangenen Saison nichts Ungewöhnliches war, ist in der laufenden allerdings umso bemerkenswerter.

Denn weil sich sowohl Timo Vollekier als auch Maximilian Kapell, die zuvor die Linksverteidiger-Position bekleidet hatten, im Sommer dazu entschieden, fortan für die Reserve in der Kreisliga A aufzulaufen, beorderte Trainer Willi Kehrberg Wehner vom Mittelfeld in die Viererkette. Für den Studenten ist das kein Problem: „Ich habe in meiner Jugend teilweise schon dort gespielt. Ich fühle mich auf der Außenbahn wohl - egal ob hinten oder im Mittelfeld.“ Bereits im Kindesalter hatte er bei den VSF Amern, wo er das Fußballspielen lernte, als Verteidiger agiert.

Nach Stationen in Nettetal, bei VVV Venlo, Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Mönchengladbach absolvierte Wehner seine ersten beiden Spielzeiten im Seniorenbereich beim Oberligisten Germania Ratingen, ehe er sich beim SV Straelen versuchte. Weil er dort aber den Sprung in den Kader nicht schaffte, meldete sich sein Heimatverein und verpflichtete ihn kurz vor der Saison 2017/18. Glück im Unglück für Wehner: „Zu meiner Ratinger Zeit musste ich 50 Kilometer zum Training fahren, heute sind es drei.“

Und auch sportlich läuft es nach dem Last-Minute-Klassenerhalt in dieser Saison gut: Derzeit belegen die Amerner Platz fünf und sind längst aller Abstiegssorgen ledig. „Das ist nach den schwierigen Jahren für alle im Verein eine ungewohnte Situation“, gibt Wehner zu, der den Aufschwung so erklärt: „Zum einen passen die getätigten Transfers gut ins Team und zum anderen haben wir deutlich weniger Personalprobleme. Das hat auch damit zu tun, dass wir im engeren Austausch mit der zweiten Mannschaft stehen. Wir sind wie eine große Familie.“ Da klingt es nur allzu logisch, dass er dem Verein bereits sein Wort für die kommende Spielzeit gegeben hat.

In den verbleibenden zehn Spielen möchte er mit dem Team den fünften Tabellenplatz verteidigen. „Wir wollen jetzt wieder eine Serie starten und uns damit Sicherheit für die neue Saison holen. Wenn wir wieder oben mitspielen wollen, ist es wichtig, dass wir die Sache ohne den Druck der vergangenen Jahre, jedes Spiel gewinnen zu müssen, angehen.“

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