Neues Reitturnier in Nettetal: Hallen-Springtage auf dem Gestüt Seehof

Reiten : Viel Klasse bei Springturnier-Premiere

Ende Januar gehen auf dem Gestüt Seehof in Nettetal erstmals die Hallen-Springreitertage über die Bühne. Turnierleiter Dominik Broich kam die Idee zu der Veranstaltung nach einer Turnierabsage im vergangenen Jahr.

Ein neues Reitturnier im Grenzland wirft seine Schatten voraus: Vom 25. bis 27 Januar stehen in Nettetal auf dem Gestüt Seehof zum ersten Mal die Hallen-Springreitertage auf dem Programm. Das Besondere: Den Springreitern stehen für das Turnier eine Halle zum Abreiten und eine weitere große Halle für den Wettkampf zur Verfügung. „Als wir die Springreitertage im Herbst aufgrund besonderer Umstände absagen mussten, kam mir die Idee ein Turnier dieser Größenordnung auf unserer Pferdesportanlage als Hallenveranstaltung zu machen“, sagt Turnierleiter Dominik Broich, erfolgreicher Springreiter und Ausbilder.

Das ist das erste Hallenturnier dieses Ausmaßes und der Qualität bis hin zur schweren Klasse S in der Geschichte des Reitervereins Kaldenkirchen. In der Vergangenheit hatten im Gestüt Seehof schon erfolgreich Late-Entry-Turniere stattgefunden, die bei den Reitern im Rheinland großen Anklang fanden. Zuerst spielte Dominik Broich mit dem Gedanken, ein kleines Turnier für die Jugend auszurichten. „Aber ich fand schließlich ein Turnier besser, bei dem möglichst viele Leistungsklassen und Altersklassen abgedeckt werden.“ Die Wettbewerbe gehen jetzt über Springreiter-WB für Jüngsten, E-, A-, L-, Zwei-Sterne M-Springen, davon eins für die U25, bis hin zu einem schweren S-Springen mit Stechen. Es wird ein weiteres S-Springen für die U25 geben,  aber mit Siegerrunde. Beide sind mit 1250 Euro dotiert. Zwei Springen wurden bewusst für die Junioren U25 ausgeschrieben. „Damit sie unter sich den Sieg ausreiten können“, meint Dominik Broich.

Im S*-Springen mit Stechen kommt ein erlesenes Starterfeld zustande mit dem zweifachen Rheinischen Meister Sebastian Adams, der voriges Jahr beim Christmas-Jumping in Wickrath mit Corradina PP (Besitzer: Olympionike und Ex-Weltmeister Jos Lansink) die größte und bedeutendste Prüfung gewann. In Kaldenkirchen genannt hat auch der einstige Hamburger Derbysieger Gilbert Tillmann aus Grevenbroich. Dabei ist der belgische Nationenpreisreiter Marc Boes und der Deutsche Nationenpreisreiter Frederik Knooren. Auch junge Pferde kommen zum Zuge in Springpferdeprüfungen von A**, über L bis M*. Zudem wird es ein Mannschaftsspringen Klasse A* mit einem Umlauf und Stechen geben. Damit die Reiter schon vorher die Örtlichkeiten kennenlernen können, ist am 19. Januar sogar ein Trainingsspringen angesetzt.

Liam Broich, Sohn des Turnierleiters, sagte sogar einen Vorbereitungslehrgang mit dem Bundestrainer Peter Teeuwen für das Bundeschampionat Ponyspringen ab, weil es mit dem Termin des Hausturniers kollidierte. Er hofft, dass er von dem Heimvorteil profitieren kann, er ist für beide S-Springen genannt. Der 15-Jährige, der kürzlich in den Bundeskader Ponyspringen aufgenommen wurde, ist nun noch bei einem weiteren Vorbereitungslehrgang mit dem Bundestrainer Peter Teeuwen für das Finale des HGW-Nachwuchs-Championats bei den Löwen-Classics in Bremen im März dabei. Das könnte er bereits zum zweiten Male reiten.

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