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Hockey: Neuer Trainer sorgt für Zuversicht beim VTHC

Hockey : Neuer Trainer sorgt für Zuversicht beim VTHC

Steffen Freitag hat den Hockey-Verbandsligisten vor der am Sonntag startenden Hallensaison übernommen. Nun soll es aufwärts gehen.

Es war ein ungewohntes Bild, das sich den Spielern des Viersener THC beim ersten Hallentraining bot. Nach zweieinhalb Jahren hat der Verbandsligist wieder einen festen Trainer. Vorbei ist die Zeit, da Spieler den Job des Coaches gleich mit übernehmen mussten. "Einige waren geradezu überrascht, mich da vorne stehen zu sehen", sagt Steffen Freitag und lacht. Viersens neuer Trainer ist guter Dinge — genau wie die Mannschaft, die eine komplizierte Phase hinter sich hat.

Viele Stammkräfte verließen im vergangenen Jahr den Verein, das Team musste einen Umbruch vollziehen. Zudem waren die Trainingsbedingungen bescheiden: Der Platz verfügt über kein Flutlicht und die Halle Beberich fiel im vergangenen Winter aufgrund eines Wasserschadens fast die komplette Saison als Spiel- und Trainingsstätte aus. "Die Ersten Herren haben das aber ganz gut weggesteckt", sagt Freitag, der die Entwicklung im Verein als Jugendtrainer hautnah miterlebt hat. Nun hat er zur Hallensaison den vakanten Posten als Herrentrainer zusätzlich übernommen.

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"Ich denke, es ist alles gut angelaufen", sagt Freitag, dessen Engagement sich bereits vor dem Saisonbeginn auszahlte. Denn in Elias Gövert, Robin Kremers und Daniel Klingohr kehrten drei Leistungsträger für die Halle vom Rheydter SV zum VTHC zurück. "Natürlich ist das sehr erfreulich. Ihr Kommen gibt dem ganzen Team Kraft und Motivation", sagt Freitag. Für die Rückkehrer war derweil ausschlaggebend, dass mit Freitag endlich wieder ein fester Trainer installiert wurde. "Das war ein wichtiges Signal, um den Abwärtstrend zu stoppen", sagt Klingohr, der beim VTHC zugleich Hockey-Jugendwart ist.

Im Gegensatz zur Feld-Hinrunde, die der Verbandsligist ohne Punktgewinn abschloss, soll es in der Halle von Beginn an besser laufen. "Wir haben eine gute Trainingsbeteiligung. Das Team muss sich aber sicher noch ein wenig einspielen. Wir wollen auf jeden Fall dominant auftreten und uns nicht das Spiel des Gegners aufdrücken lassen, wie es auf dem Feld noch passiert ist", sagt Freitag. Der junge Coach, der in Roermond bereits erste Erfahrungen als Trainer im Erwachsenen-Bereich sammelte, möchte eine einheitliche Taktik für die Herren und die Jugend etablieren.

Ein Saisonziel hat er sich mit der Mannschaft auch gesetzt. "Wir wollen uns im oberen Tabellendrittel festsetzen. Ob es in diesem Jahr schon für den Aufstieg reicht, ist schwer zu vorauszusagen. Das wäre dann auf jeden Fall für die folgende Hallensaison unser Ziel", sagt Freitag. Zunächst einmal sind die Verantwortlichen und die Spieler froh, dass ein normaler Trainingsbetrieb wieder möglich ist. Es soll aufwärtsgehen — jetzt, da endlich ein fester Trainer gefunden ist.

(togr)