Handball : Neue Dimensionen für Lobberich

Lobberichs Handballerinnen stoßen mit dem Aufstieg in die Dritte Liga in jeder Beziehung in neue Dimensionen vor. Kein Wunder, dass der neue Trainer René Baude neue Maßstäbe setzen will, um das Motto der Frauen "Gekommen, um zu bleiben" auch realisieren zu können.

"Wir müssen schneller und besser werden", sagt der Coach, der sich in der 3. Liga durch seine vorherige Tätigkeit in Beyeröhde bestens auskennt.

Zehn Wochen Vorbereitung

Zehn Wochen harter Vorbereitung hat er daher angesetzt, in denen den Frauen in der Regel nur ein trainingsfreier Tag in der Woche bleibt. Etwas mehr als die Hälfte ist nun rum und Baude sieht seine Mannschaft verständlicherweise noch nicht da, wo er sie in der Saison haben will. In den beiden Vorbereitungsspielen reichte es zu klaren Erfolgen mit jeweils acht Toren gegen Rheinhausen und Überruhr. "Man sieht, dass wir besser sind. Wir hatten in jedem Spiel die Chance, 40 Tore zu werfen, aber wir machen noch zu viele Fehler", sagt Baude.

Insbesondere in der ersten und zweiten Welle läuft es noch nicht rund. "Wir sind schneller geworden. Der Tempohandball ist klar zu erkennen, aber ich bin noch nicht zufrieden", sagt der Trainer. In den verbleibenden fünf Wochen steht auch die Gewöhnung an das Harz, das die Handballer in den höheren Ligen nutzen, um den Ball besser halten zu können, mehr im Fokus. "Einige Spielerinnen kommen während des gesamten Spiels nicht an die Bank, um sich neues Harz zu holen und wundern sich dann, wenn die Bälle verloren gehen. Das muss besser werden", sagt Baude.

Neu ist auch die medizinische Begleitung. Julia Kuhnen steht den Spielerinnen als Physiotherapeutin zur Verfügung. Sie arbeitet eng mit Dr. Winkels zusammen. "Das ist sehr wichtig, denn in der Dritte Liga können Dopingtests erfolgen", berichtet der Trainer.

Neben den zahlreichen Trainingseinheiten stehen noch etwa ein Dutzend Spiele auf dem Plan. So spielt das Team am Samstag ein Turnier in Venlo und am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die A-Jugend aus Kaiserau. Außerdem beteiligen sich die Frauen an einer wissenschaftlichen Untersuchung der Uni Kiel im Hinblick auf Fitness und Wahrnehmungsvermögen. Von den Neuzugängen sind derzeit nur Lea Krause (Beyeröhde) und Silva Goebel (Kamp-Lintfort) uneingeschränkt fit. Madeleine Hoffmann (Beyeröhde) ist sich noch im Lauftraining. Lena Beckers (Blomberg) plagt sich mit Schmerzen im Ellenbogen umher. Rabea Brüren (St. Tönis) laboriert an einer Fußverletzung, die im Oktober operiert wird.

(RP)