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Fußball: Nettetaler Stadtmeister gesucht

Fußball : Nettetaler Stadtmeister gesucht

Im vergangenen Jahr löste der TSV Kaldenkirchen Abo-Sieger Union Nettetal ab, stürzte auf dem Feld danach jedoch in die Kreisliga ab. Union will sich mit neuem Trainer aus der Krise arbeiten – ein guter Hallenauftritt soll für Selbstbewusstsein sorgen.

Im vergangenen Jahr löste der TSV Kaldenkirchen Abo-Sieger Union Nettetal ab, stürzte auf dem Feld danach jedoch in die Kreisliga ab. Union will sich mit neuem Trainer aus der Krise arbeiten — ein guter Hallenauftritt soll für Selbstbewusstsein sorgen.

Die Überfliegerrolle ist der Rekordstadtmeister Union Nettetal spätestens seit dem letzten Jahr los. War es in den Vorjahren fast immer so, dass die Union-Fußballer schon vor den Titelkämpfen quasi als Sieger feststanden, kam plötzlich der Bruch. Zwar spielte sich die Union wie erwartet ins Finale. Doch damals zog sie gegen den damaligen Noch-Bezirksligisten TSV Kaldenkirchen, der wenige Monate später in die A-Liga abstieg, den kürzeren. Und in der laufenden Landesliga-Saison auf dem Grünen Rasen erlebt die Union wohl den Tiefpunkt seit Jahrzehnten.

Ausgerechnet bei den Stadtmeisterschaften am Sonntag hat Unions neuer Trainer Dieter Hußmanns seinen ersten offiziellen Auftritt. "Wir haben uns in dieser Woche erstmals getroffen", sagt der neue Cheftrainer. "Natürlich kenne ich den Verein schon lange, aber nicht alle Spieler." Deswegen setzt Hußmanns die Messlatte am Sonntag auch nicht zu hoch. "Klar, wollen wir so weit wie nur möglich kommen", gesteht er. "Aber wenn jetzt alle meinen, dass wir der haushohe Favorit sind..."

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Hußmanns wird seine Spieler jedenfalls entsprechend motivieren, da nicht nur die Konkurrenz in der Stadt wissen will, wo die Union derzeit steht und wo der Weg hingehen wird. "Natürlich ist der Rückstand auf die rettenden Plätze in der Meisterschaft schon ziemlich groß. Aber wir werden alles daran setzen, so viel Boden wie nur möglich gutmachen zu können." Deswegen baut er auch auf die Titelkämpfe am Sonntag. "Das wird eine erste Standortbestimmung sein", sagt Dieter Hußmanns. "Wäre schön, wenn wir zum Masters kommen würden."

Dieses Ziel hat auch der Titelverteidiger TSV Kaldenkirchen. Doch offen aussprechen wollte Trainer Helmut Mertens, der erst am Samstag aus seinem Skiurlaub zurückkehrt, nicht. "Das war schon eine tolle Sache im letzten Jahr", erinnert er sich. Doch insgeheim wäre er sicherlich lieber Dritter oder Vierter bei den Nettetaler Stadtmeisterschaften geworden, um wenige Monate später den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu schaffen. Kaldenkirchen spielt inzwischen in der Kreisliga A eine glänzende Rolle und hat beste Chancen, den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen.

Bei den Titelkämpfen am Sonntag, die ab elf Uhr in der Lobbericher Sporthalle an der Süchtelner Straße ausgetragen werden, gehören die Kaldenkirchener jedenfalls wieder zu den Top-Favoriten. In der Gruppe 2 treffen sie in der Vorrunde auf Union Nettetal, TIV Nettetal, Sportfreunde Leuth und SuS Schaag. Schaags Trainer Heinz Vossen: "Wir freuen uns auf das Turnier. Wäre schön, wenn wir wieder beim Masters mitspielen könnten. Also müssen wir diesmal mindestens wieder Dritter werden."

In der vermeintlich leichten Gruppe 1 ist Bezirksligist Rhenania Hinsbeck der haushohe Favorit. Tritt er nur annähernd so gut auf wie auf dem Rasen, ist der Einzug der Neber-Mannschaft ins Halbfinale kaum zu verhindern. Denn die Gegner in der Gruppe spielen alle tiefer. Der BSV Leutherheide, derzeit Schlusslicht in der A-Liga, kann sein Selbstwertgefühl ein wenig aufpolieren und in der Halle zeigen, dass er nicht umsonst in die A-Liga aufgestiegen ist.

Krasse Außenseiterchancen haben Concordia Lötsch, Türkisch Nettetal sowie die beiden C-Ligisten FFC Nettetal und FC Lobberich-Dyck.

(RP/rl)