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Fußball: Nettetal feiert vor toller Kulisse in Amern

Fußball : Nettetal feiert vor toller Kulisse in Amern

Durch ein 4:0 im Derby hat sich Union aller Abstiegssorgen entledigt. Amern spielte ohne Leidenschaft und Klasse.

Union Nettetal tanzt im Mittelkreis. Ausgelassen feiert die Mannschaft den Verbleib in der Landesliga nach einem in jeder Hinsicht verdienten 4:0 bei den VSF Amern. Natürlich muss auch Trainer Roman Mackenschinz dran glauben und wird mit einem Eimer Wasser geduscht. Klatschnass, aber strahlend eilt der Trainer vom Rasen im Amerner Rösler-Stadion. "Da sind gleich mehrere Bergmassive gefallen", sagte Mackenschinz. Union musste im Derby in Amern mindestens einen Punkt holen, um vor dem letzten Spieltag gerettet zu sein. Vor 200 Zuschauern wurden es am Ende gleich drei, weil die Nettetaler von der ersten bis zur letzten Sekunde die bessere Mannschaft waren.

Die Amerner servierten dem Lokalrivalen den Erfolg durch eine ziemlich unterirdische Leistung auf dem Silbertablett. Und die Nettetaler nahmen das Angebot dankend an. Vor allem Markus Keppeler. Die Nettetaler fingen einen Abstoß von Amerns Keeper an der Mittellinie ab. Keppeler verwertete den Steilpass in die Spitze nach 22 Minuten zum 1:0.

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Schon vor der Pause hätten die Gäste das Ergebnis ausbauen können. Doch es dauerte noch bis zur 65. Minute, ehe erneut Keppeler mit dem 2:0 zur Stelle war. Zuvor hatten die Nettetaler einen schlampigen Pass im Aufbauspiel der Amerner erlaufen und die Amerner über zwei Stationen klassisch ausgekontert. In der 81. Minute erhöhte Keppeler auf 3:0 als er eine Hereingabe von der rechten Seite am zweiten Pfosten nur noch ins Tor schieben brauchte. Richard Hormes besorgte zwei Minuten später das 4:0. Wieder hatten sich die Nettetaler über die rechte Seite durchgesetzt. Hormes vollendete mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel.

Das 4:0 geht am Ende auch in der Höhe in Ordnung, denn Amern fand eigentlich überhaupt nicht statt. Die Mannschaft spielte gleich mehrere Klassen schlechter als in der Vorwoche beim Sieg beim 1. FC Mönchengladbach. Die VSF bekamen im Zentrum keinen Zugriff, spielte ohne Leidenschaft und blieben über 90 Minuten ohne eine einzige, wirklich richtig gefährliche Torchance. "Wahnsinn. Ich kann mir so einen Leistungsabfall überhaupt nicht erklären", sagte Co-Trainer Dennis Sobizs. Er war von seiner Truppe total enttäuscht. "In so einem Spiel muss man doch mehr bringen. Wir müssen uns bei unseren Zuschauern entschuldigen", sagte er.

Nettetals Trainer war hingegen voll des Lobes für sein siegreicher Team. "Ich ziehe meinen Hut, wie die Truppe in den letzten Wochen mit dem Druck umgegangen ist. Alle haben bis zum letzten alles gegeben", sagte er.

(RP)