Fußball: Nettetal behauptet sich in turbulenter Partie

Fußball : Nettetal behauptet sich in turbulenter Partie

Gegen den 1. FC Mönchengladbach hatte die Union viel Mühe, setzte sich aber am Ende in der Fußball-Landesliga daheim mit 4:2 durch.

Sechs Tore, drei Elfmeter, zwei Rote Karten, richtig guter Fußball und Spannung beinahe bis zum Ende. Union Nettetal und der 1. FC Mönchengladbach lieferten den 150 Zuschauern etwas für ihr Eintrittsgeld. Am Ende setzte sich der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga aus Nettetal durch und siegte gegen starke Gladbacher 4:2 (1:1).

"Das waren Big Points für uns", sagte Nettetals Trainer Andreas Schwan. Seine Spieler hatten sich in der Summe mehr und qualitativ hochwertigere Möglichkeiten erspielt, alleine deshalb war der Sieg für die Nettetaler verdient. Dennoch hing er an einem seidenen Faden, weil die Gladbacher mächtig Gegenwehr leisteten und mit etwas mehr Glück durchaus mindestens einen Punkt hätten ergattern können. Deshalb lag auch David Dickmeiß, der Co-Trainer des 1. FC, mit seiner Einschätzung richtig, als er von einer unglücklichen Niederlage für sein Team sprach. "Wir können uns nicht viel vorwerfen. Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Am Ende haben wir uns selber geschlagen", sagte er. Es freute ihn, dass die Spieler, die vorige Woche erfahren hatten, dass das Trainerteam um Markus Horsch in der Winterpause aufhört, eine gute Reaktion gezeigt hätten. Die Gladbacher gingen zweimal in Führung. Mit einem Doppelschlag in der 53. und 56. Minute zum 3:2 drehte Union das Spiel. Es blieb aber spannend bis zur 84. Minute. Da rettete Torhüter Tim Tretbar Union mit einem gehaltenen Elfmeter nach einem Schuss von Akin Uslucan den Vorsprung. Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen.

Das Spiel schrieb eine Fülle von Geschichten, etwa die des Lucas Reinert, die des Marcel Lüft oder die der Elfmeter. Nettetals Lucas Reinert avancierte zum Mann des Spiels, denn er war an allen Toren seiner Mannschaft beteiligt. Das 1:1 und das 2:2 markierte er selbst. Beim 1:1 traf er mit einem Flachschuss. Beim 2:2 bediente ihn Tobias Gorgs. Reinert verwandelte den Ball mit dem Rücken zum Tor in sehenswerter Manier. Vor dem 3:2 durch Blerim Rrustemi holte Reinert den Strafstoß heraus. Das 4:2 in der 88. Minute schrieben die Schiedsrichter ihm ebenfalls zu. Vieles deutete aber darauf hin, dass Gladbachs Leonard Lekaj den Ball ins eigene Tor spitzelte.

Gladbachs Marcel Lüft schrieb eine andere Geschichte. Er brachte den 1. FC zweimal in Führung. Mit einem sehenswerten Freistoß von der Strafraumgrenze in den Winkel besorgte er in der 34. Minute das 1:0. In der 51. traf er zum 2:1, als nach einem schnellen Angriff der Gladbacher die Zuordnung in der Abwehr der Nettetaler nicht passte. Schon acht Minuten später durfte er jedoch zum Duschen. Nach einer Tätlichkeit handelte sich Lüft die Rote Karte ein.

Die drei Elfmeter lieferten ein weiteres Kapitel. Neben Akin Uslucan für den 1. FC scheiterte auch Andreas Kus direkt nach dem Wechsel für die Nettetaler. Lediglich Rustemi zeigte vom Elfmeterpunkt keine Nerven und verwandelte.

(RP)
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