Nach dem Dressur- und Springturnier des RV St. Georg Helenabrunn

Reiten : Die S*-Dressur als Publikumsmagnet

Beim Dressur- und Springturnier des RV St. Georg Helenabrunn bot der Rheinische Meister Heiner Schiergen aus Krefeld in der schwersten Dressurprüfung großen Sport. Im L-Springen mit Siegerrunde gab es eine Rarität.

Die Dressurreiter stahlen den Springreitern beim Dressur- und Springturnier des RV St. Georg Helenabrunn im Pferdehof Siemes am Omperter Weg die Schau. Mehr Zuschauer sahen bei tollstem Pferdesportwetter die S-Dressur als Turnierhöhepunkt als das L-Springen mit Siegerrunde, das fast zur gleichen Zeit lief - nur durch einen lärmschützenden Wall getrennt. Das Besondere in diesem Jahr: Auch die platzierten Reiter ohne die obligatorischen Preise und Ehrenpreise gingen nicht leer aus. Jeder Teilnehmer der Siegerehrung bekam eine Sonnenblume.

Und für den aus dem Fahrerlager kommenden Markus Hermann, noch ziemlich frisch an der Spitze des RV St. Georg Helenabrunn, war dieses Turnier ein Besonderes: „Das ist das erste für mich als Vorsitzender.“ Der Rheinische Meister Heiner Schiergen (Förderkreis Dressur Neuss) setzte in der S*-Dressur Maßstäbe der Extraklasse. Der 50-Jährige ging frühzeitig auf Brownie Dream in Führung mit 70,278 Prozentpunkten. Der Krefelder überholte sich dann mit Dalicanto selber, mit dem er voriges Jahr beim Bundeschampionat in Warendorf den vierten Platz im Finale geholt hatte. 71,667 Prozentpunkte brachten den Sieg. „Beides sind siebenjährige Nachwuchspferde, mit denen ich schon S-Dressur gegangen bin“, sagte Heiner Schiergen. „Sie zeigten beide heute eine gute Prüfung. Dass sie über 70 Prozent blieben, spricht für die beiden Pferde.“ Er kam nach Helenbrunn, weil es von Krefeld aus in der Nachbarschaft liegt.

Beim L-Springen mit Siegerrunde gab es eine Rarität: Keiner der sechs Reiter wiederholte seine Nullrunde aus dem Normalumlauf in der Siegerrunde. Der Sieg entschied sich dann am Ende über den Schnellsten der fünf Reiter aus der 25-Prozent-Regelung mit einem Abwurf: Der Grevenbroicher Luca Koerfer holte mit Carlos den Sieg mit der schnellsten Rundenzeit von 39,10 Sekunden vor Simona Lange und Catania (42,65) und Alina Wilke (beide RFV Hubertus Anrath-Neersen) auf Lord Lustig (43,51) auf den Plätzen zwei und drei. Ines Vomberg (RFV Lobberich) war mit Cassiana auf Platz fünf (4/45,31) platziert, bekam aber keinen Geldpreis.

Parcous-Chef Olf Enger lobte den Ausrichter: „Ihr habt mir ein tolles Helferteam zur Seite gestellt.“ Hausherr Andreas Siemes war ständig mit Traktor und Gerät unterwegs, um die Plätze für optimalen Sport zu nivellieren. Er freute sich über den zweiten Platz von Milla Bürschgens aus dem eigenen Verein RV St. Georg Helenabrunn: Sie schaffte mit dem 19-jährigen Rien ne va plus Platz zwei in der L-Dressur 6,6. Mit dem Pferd wurde Ehefrau Ilka 2017 Kreismeisterin und ritt Turniere bis zur schweren S-Klasse.

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