Fußball : Mitschkowski bleibt gelassen

Trotz der jüngsten Bilanz von einem Punkt aus drei Spielen schaut der Trainer des 1. FC Viersen dem Heimspiel gegen den 1. FC Wülfrath zuversichtlich entgegen. Die Stärke des Gegners kann er derzeit aber nur schwer einschätzen.

Fussball Ginge es nach Frank Mitschkowski, dürften die Schiedsrichter derzeit Spiele des 1. FC Viersen sicher schon nach 85 Minuten abpfeifen. Zu viel war in den letzten Partien seiner Mannschaft in der Schlussphase noch schief gegangen. In Ratingen verspielte Viersen noch eine 2:0-Führung. Und gegen Rhede erzielte der Gast kurz vor dem Ende den Siegtreffer, während Nando Di Buduo noch einen Elfmeter verschoss. "Das sind natürlich Nackenschläge, die richtig weh tun. Doch diese Enttäuschungen sind immer nur eine Momentaufnahme, sie hauen uns nicht um", sagt Mitschkowski.

Nachholspiel der Hinrunde

Viersens Trainer geht gelassen mit der jüngsten Bilanz von einem Punkt aus drei Spielen um. "Ich bin sehr entspannt, weil ich sehe, wie die Mannschaft trainiert und wie selbstbewusst sie auftritt. Zudem war die Art und Weise unserer letzten Partien ja immer zufriedenstellend. Deswegen freue ich mich auch auf die kommenden Aufgaben", sagt Mitschkowski. Am Sonntag kommt der 1. FC Wülfrath zum Nachholspiel der Hinrunde an den Hohen Busch.

"Sie sind zur Zeit eine kleine Wundertüte, haben gegen den Ersten gewonnen und gegen den Letzten verloren,. Aber auch wenn sie derzeit nicht so gut drauf sind, haben sie doch in dieser Saison schon eine enorme Konstanz gezeigt", sagt Viersens Trainer zum Tabellensechsten. Zugleich betont er jedoch: "Wir sollten uns auf unser Ding konzentrieren, gerade zu Hause dem Gegner unser Spiel, das offensive Verteidigen, aufzwingen." Die Heimbilanz kann sich trotz des 1:2 gegen Rhede zuletzt sehen lassen. Am Hohen Busch hat der 1. FC erst zwei Spiele verloren und nur sieben Treffer kassiert.

Allerdings lag das Hauptproblem zuletzt eher im Auslassen zahlreicher Großchancen, so dass Leistung und Ertrag in einem Missverhältnis standen. Nun muss Mitschkowski auch noch auf Fabio Ribeiro verzichten, der letzte Woche bei einem Zweikampf einen Schneidezahn verlor. "Das ist für uns ein herber Verlust, denn Fabio war richtig gut drauf", sagt Mitschkowski, der zu Beginn der Woche die Fehler aus dem Rhede-Spiel mit der Mannschaft aufgearbeitet hat.

Der Blick ist nach vorne, auf einen einen intensiven Monat gerichtet. Neun Spiele stehen in den nächsten viereinhalb Wochen an, in denen sich der 1. FC Viersen entscheidend Luft verschaffen kann im Abstiegskampf. Zwar haben zuletzt auch die Kellerkinder gepunktet, doch auf der anderen Seite hat Viersen auch noch zwei Heimspiele in der Hinterhand. "Wir werden die nötigen Punkte holen, da mache ich mir keine Gedanken. Wir dürfen nur nicht kopflos agieren, sondern müssen konzentriert zu Werke gehen", sagt Mitschkowski. Und das dann möglichst über die komplette Spielzeit von 90 Minuten.

(RP)