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"Mini Finals" im Kreis Viersen und Kreis Heinsberg

Jugendsport : „Mini Finals“ kommen in die Region

Am ersten Juni-Wochenende werden in fünf NRW-Städten 17 Deutsche Meister in 20 Sportarten ermittelt. Vorgeschaltet soll es auch Veranstaltungen für Kinder geben. Mit im Boot sind unter anderen die Kreise Viersen und Heinsberg.

Erst kurz bevor Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in der vergangenen Woche das Programm für die „Finals Rhein Ruhr 2020“ vorstellte, erfuhren die Kreissportbünde aus Viersen, Heinsberg, Neuss und Kleve von ihrem Glück. Die Bündelung der Deutschen Meisterschaften in mehreren Sportarten, die im Vorjahr eine überaus erfolgreiche Premiere in Berlin gefeiert hatte, soll nämlich eine Vorgeschichte bekommen. Die sogenannten „Mini Finals“ richten sich an Nachwuchssportler und sollen Lust auf die Hauptveranstaltungen in den fünf Großstädten Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Neuss und Oberhausen machen.

„Wir sind ein halbes Jahr zu spät dazu geholt worden“, sagt Dieter Tobies in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Kreissportbundes Heinsberg, „gerade für den Mai sind die meisten Termine schon vergeben und viele Vereine haben ihre Veranstaltungen schon geplant.“ Und so viel ist klar: Die vier mit ins Boot geholten Kreissportbünde sind auf die Mithilfe der Vereine in ihrem Zuständigkeitsbereich angewiesen. Schließlich geht es darum, Sportveranstaltungen für Kinder auf die Beine zu stellen, die sich an dem Programm der „Finals Rhein Ruhr“ der Erwachsenen orientieren. Das sind neben Klassikern wie Tischtennis, Moderner Fünfkampf und Turnen auch jüngere Sportarten wie Stand-Up-Paddling, Parkour und Sportklettern. „Es gibt zwar schon Ideen, welche Sportarten wir bei uns anbieten wollen, wir müssen uns aber erst mit den Vereinen zusammensetzen. Es wäre natürlich toll, wenn da möglichst viele mitmachen würden“, sagt Angelika Feller, Vorsitzende des Kreissportbundes Viersen. „Wir sind aber noch ganz am Anfang.“

Ein Stückchen weiter sind die Kollegen des KSB Heinsberg. Dieter Tobies hat schon mal den Veranstaltungskalender in seinem Zuständigkeitsbereich abgeklopft und beispielsweise entdeckt, dass es am 16. Mai ein großes Kampfsportevent in Geilenkirchen gibt. Bei den Organisatoren hat er schon mal angefragt, ob es möglich sei, dort einen Nachwuchs-Karatewettbewerb einzubauen. Tobies ist zuversichtlich, dass das hinhauen könnte. Zudem dreht sich vom 15. bis 17. Mai in Gangelt-Stahe alles um den Pferdesport. „Ich bin dabei zu klären, ob es möglich ist, da etwas auf die Beine zu stellen“, betont der stellvertretende KSB-Vorsitzende.

Vom Charakter her sollen die Veranstaltungen bei den „Mini Finals“ eher breitensportlich orientiert sein. „Sie sollen den Nachwuchs an den Sport heranführen“, sagte vorige Woche eine Sprecherin der Staatskanzlei auf Nachfrage unserer Redaktion. „Sie richten sich also auch an Kinder, die noch keine Sportart ausüben.“ Um die Motivation für Vereine und Teilnehmer zu steigern, nimmt das Land auch Geld in die Hand, so sollen zum Beispiel attraktive Preise zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen einige Nachwuchssportler die Möglichkeit bekommen, bei den Entscheidungen der Deutschen Meisterschaften dabei zu sein, um so möglichst ihre sportlichen Vorbilder in Aktion zu erleben.