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Handball: Mattke führt TSV zum Sieg gegen Lobberich

Handball : Mattke führt TSV zum Sieg gegen Lobberich

Im Verbandsliga-Derby zog der starke Torhüter der Kaldenkirchener beim 28:21 den Gästen den Zahn.

David Mattke nahm die Glückwünsche stolz und doch irgendwie ein wenig verlegen entgegen. 35 Bälle, so hatten seine Fans auf der Tribüne gezählt, habe der Keeper des TSV Kaldenkirchen im Derby gegen den TV Lobberich pariert. Seine herausragende Leistung lieferte die Basis für den klaren 28:21-Derby-Erfolg des TSV. Die Kaldenkirchener schossen den Lokalrivalen damit an der Tabellenspitze ab und schoben sich aufgrund des besseren Torverhältnisses sogar vor die Lobbericher.

"Ich bin gut reingekommen in die Partie", sagte der Held des Tages bescheiden. Im Verbund mit der sehr starken Abwehr vor sich zog der 26-Jährige den Lobberichern den Zahn. "Natürlich will man das Derby noch mehr gewinnen als andere Spiele", erklärte Mattke. Dennoch habe er sich "ganz normal" vorbereitet. "Wir kennen uns doch, auch die Wurfbilder kennt man", sagte der Keeper. An diesem Abend setzte er sein Wissen perfekt um. Egal ob aus der Distanz oder aus der Nahwurfzone, Mattke verhinderte den Lobbericher Erfolg. "Bei uns hat alles gepasst, was wir uns vorgenommen haben", befand TSV-Trainer Dirk Rahmel. Es sei eine "Riesenlast" abgefallen, meinte er.

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In der bis auf den letzten Platz besetzten Halle an der Ravensstraße war Kaldenkirchen von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Mit hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft sowie geschicktem Stellungsspiel zwang der TSV dem Spitzenreiter aus Lobberich sein Spiel auf. Die Gäste mussten reagieren und hinterherlaufen. Allerdings fiel denen nicht so sonderlich viel ein. Sie schafften es nicht, die Kaldenkirchener Abwehr mit spielerischen Mitteln so nachhaltig auszuhebeln, dass sie dem Gegner zumindest in der zweiten Hälfte ernsthaft auf die Pelle rücken konnten.

Die Kaldenkirchener lösten die Herausforderungen, die ihnen die Lobbericher Abwehr stellte, besser. Allen voran Tristan Moritz. Variabel und mit beeindruckender Effektivität setzte der Rechtsaußen die Bälle vorbei an Matthias Hoffmann im Lobbericher Tor ins Netz. Insgesamt erzielte Moritz sieben Tore, vier davon direkt nach dem Wechsel vom 13:10 bis zum 18:14. Das war vorentscheidend, weil der TSV unterstrich, dass er nicht gewillt war, sich die obligatorische Schwächeperiode zu gönnen. "Wir haben sie 60 Minuten ohne Einbruch niedergekämpft. Ich hoffe, dass uns das einen Aufschwung gibt", sagte Rahmel.

In den letzten zehn Minuten schalteten die Gäste auf eine offensivere Abwehrvariante um, aber auch das brachte nicht den erwünschten Erfolg, weil der TSV an diesem Tag im Angriff individuell und in der Abwehr als Mannschaft zu gut für die Lobbericher war. "Wir haben die Einstellung vermissen lassen, die uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat. Das geht nicht", sagte Lobberichs Trainer Jurek Tomasik. Die Kaldenkirchener durften sich nach diesem prestigeträchtigen Erfolg über ein Bonbon freuen. Trainer Dirk Rahmel kündigte für einen Tag trainingsfrei an.

(RP)