Hallen-Masters in Dülken : Nach zehn Jahren mal wieder Union Nettetal

Der Oberligist besiegte im Endspiel den Landesligisten 1. FC Mönchengladbach mit 2:0. Den dritten Platz holten sich die VSF Amern.

Oberligist Union Nettetal hat das 29. Volksbank-Masters in Dülken gewonnen. Im Finale bezwangen die Nettetaler, die vor genau zehn Jahren zum bislang letzten Mal den Masters-Titel geholt hatten, den Landesligisten 1. FC Mönchengladbach mit 2:0. Den dritten Platz sicherten sich überraschend die VSF Amern, die übrigens mit der A-Liga-Mannschaft in Dülken antraten, im direkt ausgetragenen Neunmeter­schießen mit 5:3 gegen den Gladbacher A-Ligisten SC Hardt.

Doch nicht nur die Mannschaften, die den Halbfinaleinzug schafften, mussten Höchstleistungen bringen, auch für Manuela Krienen war das Masters Schwerstarbeit. Schließlich war es ihr erstes Masters als Vorsitzende des Dülkener FC. „Für mich ist das alles andere als Routine, da ist viel Adrenalin im Spiel“, sagte Krienen, „wir können stolz darauf sein, dass größte Turnier in der Region auszurichten.“ Änderungsbedarf sieht sie nicht. „Das Organisationsteam leistet super Arbeit. Und die voriges Jahr eingeführte Zwischenrunde hat sich erneut bewährt.“

Nach dem Turnier wurden neben dem Siegerpokal weitere Trophäen vergeben. Als bester Spieler des Masters wurde Cavus Okan vom SC Hardt ausgezeichnet. Masterssieger Nettetal stellte in Joel Mangano den besten Torschützen (elf Treffer) und in Robin Krahnen auch den besten Torhüter des Turniers. Auf dem Feld hatten es die Halbfinalspiele wie die Begegnungen in der Zwischen­runde in sich. Zwar konnten sich im 1. FC Mönchengladbach und Union Nettetal die Favoriten durchsetzen. Aber in den Semifinals hatten beide Teams mit ihren Gegner, die „nur“ in der Kreisliga A spielen, ihre liebe Mühe.

Im ersten Halbfinale gingen die Gladbacher zwar schnell durch die Tore von Florian Wolters und Thomas Lavia mit 2:0 in Front. Doch Amern hielt dagegen und schaffte durch Dennis Brinschwitz den Anschluss. Die Simons-Mannschaft drückte weiter und war dem Ausgleich auch nahe. In der Schlussminute machte dann Ben Venhaus mit seinem Treffer zum 3:1 den Gladbacher Sieg perfekt. Im anderen Halbfinale zwischen Union Nettetal und dem SC Hardt, das der Oberligist 5:3 gewann, war es bis kurz vor dem Spielende spannend. Gleich dreimal glich Hardt aus. Erst in den letzten drei Minuten waren die Nettetaler abgeklärter und trafen durch Max Pohlig und Joel Mangano zum 5:3-Sieg.

Im Endspiel präsentierten die beiden Turnierfavoriten dann aber magere Kost. Fast zwanzig Minuten nur taktisches Geplänkel. Den Unterschied machte Niklas Thobrock, der einen Doppelpack zum 2:0-Sieg der Nettetaler schnürte. „Als Spieler habe ich das Masters mit Dülken und Viersen viermal gewinnen dürfen“, so SCU-Coach Lutz Krienen. „Jetzt endlich mal auch als Trainer.“