Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal bei Dutch Open auf Platz zwei

Taekwondo : Erstes Finale der Saison für Nettetalerin

Bei Taekwondoka Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal zeigt die Formkurve weiter nach oben. Bei den Dutch Open holte sie sich die Silbermedaille. Auf dem Weg ins Finale schaltete sie die Viersenerin Julia Ronken aus.

Aus Sicht der Taekwondoka aus dem Grenzland hätten die Dutch Open im niederländischen Eindhoven nicht viel besser laufen können. Madeline Folgmann der TG Jeong Eui Nettetal schaffte in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm ihren ersten Finaleinzug des Saison und durfte sich am Ende über die Silbermedaille freuen. Als zusätzlichen gab es sechs Punkte für die Weltrangliste im harten WM-Jahr. Zudem holte sich die Viersenerin Julia Ronken, die für den TSC Gladbeck startet, nach einer Halbfinalniederlage gegen Folgmann den dritten Platz.

Nach einem Freilos ließ die Weltranglisten-Zweite Madeline Folgmann in der zweiten Begegnung der Australierin Birdie Keogh keine Chance mit einem vorzeitigen 29:6-Sieg. Im Viertelfinale besiegte sie auch die Schwedin Nora Hogfeldt deutlich, am Ende hieß es nach zwei Runden 30:9 und der Kampf endete ebenfalls vorzeitig. Im Halbfinale kam es nicht nur zu einem innerdeutschen Vergleich, sondern sogar zu einem Grenzland-Duell. Denn neben Madeline Folgmann schaffte auch die Viersenerin Julia Ronken den Sprung unter die letzten Vier. Beide kennen sich gut und wissen um die Stärken und Schwächen der anderen aus vielen gemeinsamen Einheiten beim Bundeskader. Mit 0:0 ging es in die zweite Runde. Hier baute die Seenstädterin mehr Druck auf und setzte den ersten Treffer zum 2:0 auf die Weste ihrer Gegnerin. Madeline Folgmann ging kaum ein Risiko ein und spielte ihre Stärken aus. In der letzten Runde schaffte sie es auf die Weste ihrer Kontrahentin. Mit 6:0 zog die Nettetalerin ins Finale ein und traf dort auf ihre lettische Dauerrivalin Ines Tarvida.

Madeline Folgmann (l.) und die Viersenerin Julia Ronken. Foto: TG Jeong Eui Nettetal

Eine Prellung aus der ersten Entscheidung machte Madeline Folgmann während des Kampfverlaufes etwas zu schaffen. Sie bekam von der ersten Runde an keinen Zugriff auf Ines Tarvida. Die Lettin war von der Kölner Sportstudentin an diesem Tag nicht zu schlagen. „Mein Timing und der letzte Kick, den ich brauchte, fehlten mir“, meinte Madeline Folgmann nach der 5:18-Niederlage. „Das Finale mal ausgenommen, war Madeline sehr stark und hat ihre Form wieder unter Beweis gestellt“, sagte ihr Trainer Björn Pistel. Für Madeline Folgmann bleibt nicht viel Zeit zum Regenerieren. Unter der Woche steht ein Trainingslager in Düsseldorf mit der Nationalmannschaft an, bevor es dann am Freitag zu den Belgium Open nach Lommel geht.

Ihr Vereinskamerad Raoul Heurs startete in Eindhoven bei der A-Jugend in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm mit einem glatten Erstrundensieg und lieferte sich dann im Viertelfinale mit dem Italiener Odone Santucci einen tollen Kampf. Es blieb zum Schluss spannend, doch letztlich zog der Breyeller mit 7:8 den Kürzeren.

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