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Handball: Lobberichs Steigerung mit Remis belohnt

Handball : Lobberichs Steigerung mit Remis belohnt

Im Heimspiel gegen die DJK Adler Königshof erwischten die Spieler des TV Lobberich einen ganz schwachen Start. Dann nahm Trainer Jurek Tomasik eine Auszeit und alles wurde besser. Am Ende sprang ein 24:24-Unentschieden heraus.

Jurek Tomasik hatte nach etwa 20 Minuten genug gesehen. Der Trainer des TV Lobberich nahm eine Auszeit. Sein Team lag gegen die DJK Adler Königshof 4:11 hinten. Am Ende erkämpften sich die Lobbericher ein 24:24. Die Mannschaft behauptet somit den dritten Tabellenplatz in der Oberliga.

Punkte sammeln wie die Eichhörnchen, das haben sich die Lobbericher in dieser Saison vorgenommen. Insofern liegt die Mannschaft mit der Punkteteilung gegen die Königshofer im Plan. Glücklich waren die Spieler jedoch nicht. "Wir müssen mit dem Punkt leben. Ich bin zufrieden, weil wir als Team nach 4:11 stark zurückgekommen sind", sagte Tomasik. Gegen die Königshofer zeigten die Lobbericher zwei völlig verschiedene Gesichter. "20 Minuten haben wir wie zahme Kätzchen gespielt", meinte der Coach. Den Lobberichern fehlte die Aggressivität in der Defensive. Sie packten ihre Gegenspieler nicht an und die ließen sich nicht lange bitten. Vor allem Tim Christall, einer der wurfgewaltigen Rückraumspieler der Königshofer, nahm die Einladungen dankend an. Christall erzielte insgesamt zehn Tore, die meisten davon in der ersten Phase des Spiels. "Wir haben einfache Gegentore bekommen, und ich weiß nicht einmal, ob der Gegner stark war", sagte Tomasik. Nach knapp 20 Minuten zog er die Reißleine und nahm seine Spieler in der Auszeit ins Gebet. Aus den zahmen Kätzchen wurden in diesen wenigen Sekunden aggressive Tiger. Die Lobbericher kämpften nun, nahmen Christal so früh aus dem Spiel, dass der nicht mehr werfen konnte und kamen selbst besser in die Angriffsaktionen. Bis zur Halbzeit holten sie den Rückstand auf und glichen zum 13:13 aus. "So wollten wir von Anfang an spielen. Das war ein richtiger Fight", meinte der Trainer.

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Das blieb auch nach dem Wechsel so. Beide Mannschaften beackerten sich auf Augenhöhe. Über 17:17, 19:19, 22:22 und 23:23 eröffneten sich den Lobberichern in der Endphase mehrere Möglichkeiten von den Außenpositionen, dass Spiel für sich zu entscheiden. Nach dem 24:24 scheiterte Christopher Liedtke mit einem Kunstwurf aus einem Freiwurf. "Unter dem Strich ist das Ergebnis in Ordnung. 40 Minuten lang kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen", erklärte der Coach. Über die ersten 20 Minuten hingegen wird zu reden sein, besonders weil sich der TV eine solche schwächere Phase zu Spielbeginn auch schon in Remscheid leistete.

(wiwo)