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Handball: Lobberich will in Remscheid reifer spielen

Handball : Lobberich will in Remscheid reifer spielen

Der Handball-Oberligist aus Nettetal bekommt es morgen Abend wieder mit einem Kellerkind zu tun. Bei der Auswärts-partie setzt Trainer Jurek Tomasik verstärkt auf kontrollierte Defensive, Hurra-Handball möchte er nicht sehen.

Gegen den TV Vorst und die DJK Unitas Haan zogen die Handballer des TV Lobberich in den vergangenen Wochen bereits den Kürzeren. Nun steht die nächste schwere Aufgabe bei einem der Kellerkinder bevor. Der TV Lobberich, der Tabellensechste der Oberliga, tritt morgen bei der HG LTG/HTV Remscheid an.

Die Remscheider kämpfen ums Überleben, und sie müssen unbedingt punkten. Der Vorletzte der Oberliga muss in den verbleibenden sechs Meisterschaftsspielen vier Punkte Rückstand auf den Drittletzten, den Bergischen HC II, aufholen, um den direkten Abstieg vermeiden zu können. Vorige Woche setzten die Remscheider ein Ausrufezeichen. Beim Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach verlor die Mannschaft um Spielertrainer Lukas Steinhoff nur 25:26. "Sie sind durch das Spiel in Mönchengladbach nur stärker geworden. Uns erwartet ganz sicher ein heißer Tanz", sagt Lobberichs Trainer Jurek Tomasik.

Joscha Saalmann, der bei der Borussia neun Tore warf und die Lobbericher schon im Hinspiel mächtig ärgerte, gilt es auszuschalten. Ebenso die Rückraumspieler André Niese und auch Frederic Seifert, ein Nachwuchstalent vom VfL Gummersbach II, dessen Dienste sich die Remscheider sicherten.

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Die Lobbericher wollen versuchen, sich - wie beim 22:18-Sieg in Hiesfeld - auf die Abwehr zu fokussieren. Nach dem Torfestival mit der 35:37-Niederlage gegen die Bergischen Panther ist in Remscheid kontrollierte Defensive Trumpf. "Wir haben die Niederlage analysiert. Wir wollen unsere Spielweise reifer machen und sicherlich nicht mit dem Hurra-Handball spielen", sagt Trainer Tomasik.

Die meisten seiner Akteure werden auch in Remscheid zwangsläufig auf 60 Minuten Spielzeit kommen und an ihre Grenzen gehen müssen, denn die Spielerdecke bleibt ausgesprochen dünn. Eventuell wird Tobias Liedtke erstmals nach seiner Schulteroperation mitwirken. "Nach der langen Pause müssen wir das vorsichtig angehen. Wir dürfen von ihm nicht so viel erwarten", sagt sein Trainer. Den personellen Notstand nimmt er mittlerweile gelassen auf: "Wir müssen die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Wir können es eh nicht ändern." Das bedeutet aber keineswegs, dass er diese Zeit einfach so verstreichen lässt. Im Gegenteil: Tomasik möchte den Takt vorgeben: "Wir wollen auch in Remscheid dafür sorgen, dass es so läuft, wie wir es haben wollen", sagt der Übungsleiter.

(wiwo)