Handball: Lobberich und der TSV schauen nach oben

Handball : Lobberich und der TSV schauen nach oben

Nach einer extrem schweren Saison mit vielen Problemen und dem Abstieg aus der Oberliga wagt der TV Lobberich in der Verbandsliga einen Neuanfang. "Wir wollen uns stabilisieren und die Jugend integrieren", sagt Trainer Jurek Tomasik.

Der Trainer geht nach der Vorbereitung zuversichtlich in die Saison, die morgen mit einem Auswärtsspiel beim SV Neukirchen beginnt. "Wir wollen nicht gegen den Abstieg spielen, sondern in die obere Tabellenhälfte blicken", sagt Tomasik.

Das wird schwer genug, denn die Liga ist enorm stark geworden. Rund ein halbes Dutzend Mannschaften, darunter auch die Neukirchener, kommen für die vorderen Plätze infrage. Neukirchen wurde in vorigen Saison Vierter. Für die jungen Lobbericher ist das schon ein echter Prüfstein.

Tomasik bescheinigt seinen Spielern eine gute Vorbereitung. "Wir haben einiges umgestellt, was die Positionen angeht. Die Abwehr steht gut. Im Großen und Ganzen haben wir uns gefunden. Aber die Meisterschaft ist ein anderes Brot", sagt der Coach. Nach den zahlreichen Abgängen während der vergangenen Saison haben die Lobbericher nach Benedikt Liedtke und Richard Pasch auch Marcel Schatten, Sebastian Evertz und Michael Arbogast aus der eigenen A-Jugend hochgezogen. George Barbee kam nach seinem Abstecher zum TSV Kaldenkirchen zurück. Musa Mehmedovic bringt Routine aus der türkischen Liga mit. Außerdem kamen Rene Sampers (Oppum) und Domenic Schmidt (Wülfrath).

Für den TSV Kaldenkirchen beginnt die neue Saison mit dem Spiel bei der HSG Mülheim. Ausgerechnet Mülheim. In Mülheim tat sich das Team in der Vergangenheit oft schwer. "Zum Glück haben wir sie jetzt am Anfang", sagte Volker Terhaag, der sich ungern an Mülheim erinnert. "Sie sind unangenehm für uns. Irgendwie komisch", sagt auch Manager Arno Heyer.

Doch die Kaldenkirchener setzten auf die Vorfreude und den besonderen Ehrgeiz im ersten Spiel. Nach der harten Vorbereitung zählt es nun endlich. "Wir haben in der Vorbereitung gut gespielt und auch gegen höherklassige Mannschaften gewonnen. Unsere junge Mannschaft hat viel dazugelernt. Aber wir müssen mal drei oder vier Spiele abwarten, um zu sehen, ob das reicht", sagte Heyer. Der TSV will oben mitmischen.

Mit Neuzugang Kevin-Christopher Brüren kam ein guter Mann dazu. Der Rückraumspieler, wie Dennis Trinkies aus der A-Jugend von TuSEM Essen gekommen, trägt dazu bei, das Spiel des TSV unberechenbarer zu machen.

(wiwo)
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