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Handball: Lobberich mit dezimiertem Kader gegen Mülheim

Handball : Lobberich mit dezimiertem Kader gegen Mülheim

Der Handball-Verbandsligist muss auf einige Spieler verzichten. Kaldenkirchen spielt am Sonntag in Lürrip. Im Hinspiel gab es ein 26:32.

Der TV Lobberich und der TSV Kaldenkirchen wollen das Führungsduo der Handball-Verbandsliga, den TV Korschenbroich II und den TV Krefeld-Oppum, weiter unter Druck setzen. Der TV Lobberich spielt gegen die DJK VfR Mülheim-Saarn (Sonntag, 11.45 Uhr, Werner-Jaeger-Halle). Kaldenkirchen muss bei der TS Lürrip antreten.

Der Aufsteiger aus Mülheim sorgte im ersten Drittel der Saison für Furore. Zwischenzeitlich führten die Mülheimer sogar die Tabelle an. Erst am siebten Spieltag kassierte die Mannschaft ihre erste Niederlage. Mittlerweile haben Verletzungen das Team zurückgeworfen. Aktuell steht die Mannschaft auf dem zehnten Tabellenplatz. Auswärts gab es zuletzt vier Niederlagen in Folge.

"Wir haben in Mülheim unentschieden gespielt. Zu Hause wollen wir schon schauen, dass der Gegner nicht so zur Geltung kommt", sagt Lobberichs Trainer Jurek Tomasik. Das bedeutet, dass die Lobbericher es schaffen müssen, den Werfern auf den Halbpositionen den Spaß am Spiel zu verderben. Sie sorgen mit schöner Regelmäßigkeit für die Torerfolge der Mülheimer. "Da muss man schon aufpassen. Die können auch von zehn Metern werfen", sagt Tomasik.

Lobberichs Kader bleibt auch für dieses Spiel dezimiert. Sobiech, Schütterle und Zielke fehlen. Sascha Zielke hat das Training aufgrund von Rückenschmerzen erneut abgebrochen. Torhüter Bastian Nagel unternimmt nach zwei Monaten Verletzungspause erste Anläufe im Tor. "Er muss erst wieder ein Gefühl für Ball, Raum und Tor bekommen", erklärt der Trainer. Zum Glück schlagen sich die Nachwuchskräfte Matthias Stelten und Kevin Barbee seit Wochen gut. "Gott sei Dank. Ich werde sie immer wieder bringen. Wir sind zwar schon breiter aufgestellt als in der vorigen Saison, aber Verletzungen gibt es immer wieder", sagt Tomasik. Die Lobbericher arbeiten daher nun daran, zusätzliche Kräfte zu gewinnen, um möglichst alle Positionen doppelt zu besetzen und mit 14 oder 15 Akteuren in die kommende Saison gehen zu können.

Der TSV Kaldenkirchen spielt zur ungewohnten Anwurfzeit am Sonntagmittag in Lürrip. "Lürrip hat eine gute Mannschaft", sagt TSV-Coach Dirk Rahmel. Der Mann weiß genau, wovon er spricht, denn im Hinspiel zeigten die Lürriper dies eindrucksvoll und entführten beim 32:26-Erfolg beide Punkte aus der "Hölle West" in Kaldenkirchen. "Wir haben noch was gut zu machen", sagt Rahmel.

Seine Mannschaft weiß aus dieser leidvollen Erfahrung also genau, wie man gegen Lürrip nicht spielen sollte und dass man es tunlichst vermeiden sollte, sich das Spiel der Lürriper aufdrücken zu lassen. "Wir dürfen uns nicht einlullen lassen, müssen aber trotzdem geduldig sein", erklärt Rahmel. Die Partie wird auch zum Bruderduell. Volker Hesse trifft auf seinen Bruder Carsten, der in Lürrip das Tor hütet. Beim TSV sind zwar einige Spieler angeschlagen, es werden aber alle auflaufen können.

(wiwo)