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Handball: Lobberich: Keine Chance in Köln

Handball : Lobberich: Keine Chance in Köln

Der TV Lobberich hat auch das letzte Spiel der Hinrunde in der Dritten Liga verloren und geht als Schlusslicht in die kurze Winterpause. Der Aufsteiger unterlag beim Tabellenzweiten, dem 1. FC Köln 25:35.

Trotz dieser elften Niederlage im 13. Spiel war Trainer René Baude keineswegs enttäuscht: "Wir hätten auch höher verlieren können, aber wir haben uns durchgebissen." Der Coach nutzte dieses letzte Pflichtspiel des Jahres, um einige taktische Varianten auszuprobieren und allen Spielerinnen Spielanteile zu gewähren.

Neue Abwehr getestet

Madeleine Hoffmann (2) und Jana Kühnel (1) zahlten dieses Vertrauen zurück und warfen beim ersten längeren Einsatz ihre ersten Tore in der Dritten Liga. Hoffmann war vor der Saison aus Beyeröhde gekommen und fand nach einer Verletzung über die A-Jugend der Lobbericher den Anschluss an das Team in der Dritten Liga. Jana Kühnel ist mit einem Doppelspielrecht für die A-Jugend der GSG Duisburg ausgestattet. "Das hat mich sehr gefreut. Es ist eine schöne Abrundung der Hinrunde", sagte Baude. Ansonsten trafen Silva Goebel (7), Melanie Baude (5), Nicole Hoelters (3), Simone Schulz (2), Lea Krause (2), Lena Beckers (2) und Daria Komander.

Neben den neuen Spielerinnen testete der Trainer auch einmal mehr die offensive 3-2-1-Abwehrformation. "Mir hat das eigentlich gut gefalllen", befand Baude. Er führte auch die Tore von Melanie Baude und Silva Goebel, die zum großen Teil aus Gegenstößen resultierten, auf die gute Deckungsarbeit zurück. Jedenfalls kam der 1. FC in der Anfangsphase damit nicht so richtig zurecht. Lobberich führte 4:1 und vergab in dieser Phase einen Gegenstoß und einen Siebenmeter. Die Gastgeber glichen erstmals beim 9:9 aus und drehten danach richtig auf. Aus dem 9:9 wurde ein 18:10 für den 1. FC Köln, der wie so oft nach Heimspielen des 1. FC in der Fußball-Bundesliga von etlichen Fußballfans lautstark unterstützt wurde. "Wir haben uns in der Rückwärtsbewegung nicht richtig verhalten. Die Spielerinnen sind zwar zurückgelaufen, aber nicht in die 3-2-1-Formation", erklärte Baude. Die Zeit, sich aus der defensiveren Abwehrformation wieder neu zu sortieren, nutzten die Gastgeber zu schnellen Toren.

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In der zweiten Hälfte bekam Lobberich das aber besser hin. Da waren es dann die Zeitstrafen, die Baude störten, insbesondere die Verhältnismäßigkeit der Verteilung. Während seine Spielerinnen mit sechs Zeitstrafen und entsprechenden Siebenmetern bestraft wurden, sahen die Kölner erst in der 56. Minute die erste Zeitstrafe.

(RP)