Reitsport : "Lobberich ist unser Olympia"

Wilhelm Tobrock, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Lobberich, spricht mit RP-Mitarbeiter Paul Offermanns über das große Lobbericher Reitsportfestival vom 2. bis 5. August.

Das Turnier an der Lüthemühle findet zeitgleich zum Reit-Turnier bei den Olympischen Spielen in London statt. Ist das nicht unglücklich terminiert?

Tobrock Der Termin ist uns bewusst. Jedoch stellen wir immer wieder fest, dass das Live-Erlebnis größer ist als die Fernsehübertragung. Aber auch darüber haben wir nachgedacht. Auf dem gesamten Gelände ist an allen Tagen die Übertragung aus London zu verfolgen

Gehen denn ehemalige Olympioniken bei Ihnen an den Start?

Tobrock Abgesehen von guten nationalen Reitern haben wir einen spanischen Dressurreiter, der bereits bei zwei Olympischen Spielen in der Mannschaft Medaillen sammeln konnte.

Sollen die Reiter bei Ihrem Turnier hinterher sagen können: Lobberich ist unser Olympia?

Tobrock Natürlich, denn nicht nur für die Reiter ist dieses Turnier an diesem Termin eine Herausforderung, auch für uns, die Helfer und die Organisatoren. Aber wir sind noch lange nicht fertig, haben noch viele gute Ideen.

Wie ist die Wertigkeit des Lobbericher Reitsportfestivals einzuordnen?

Tobrock Im Rheinland werden wir schon als das beste oder mindestens als eines der Top-Events gehandelt. Bundesweit spielen wir, denke ich, in der Zweiten Liga. Wir haben unseren Status unter den besten 50 Turnieren in Deutschland.

Sie fangen schon am Donnerstag mit Ihrem Turnier an...

Tobrock Aufgrund des guten Nennungsergebnisses und auch der sehr anspruchsvollen Prüfungen, die alle ihre Zeit benötigen, brauchen wir einen zusätzlichen Tag.

Was macht das Turnier beim Publikum so beliebt?

Tobrock Da fragen Sie besser unser treues Publikum. Ich denke, Tradition, Kontinuität der Veranstaltung und auch die abwechslungsreiche Mischung sowie der Versuch eines guten Umfeldes machen hier einiges aus.

Sie lassen bei Ihrer Abend-Gala auch Voltigierer und die Schaubildgruppe Ihres Vereins, die Dressur-Equipe des Kreis Viersens oder den Fahrer Heinz Künstler aus Grefrath zum Zuge kommen.

Tobrock Egal wie hoch wir nach nationalen und internationalen Reitsportstars zu greifen versuchen, sollten wir nie vergessen, wo wir herkommen. Und da zählen unsere Vereinsjugend und auch das starke Umfeld in Viersen doppelt. Übrigens: Friedrich Witte, Präsident des Pferdesportverbandes Rheinland, wird Heinz Künstler das goldene Fahrabzeichen übergeben. Das hat er sich verdient.

(off)