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Handball: Lobberich fühlt sich als Außenseiter wohl

Handball : Lobberich fühlt sich als Außenseiter wohl

Zum Rückrundenauftakt muss der Oberligist aus Nettetal bei Borussia Mönchengladbach antreten. Nicht nur Derby und Topspiel, sondern auch ein Wiedersehen mit dem Gegner, gegen den zum Auftakt eine dicke Überraschung gelang.

Die Ausgangslage ist klar. Wenn die Handballer von Borussia Mönchengladbach noch ein Wörtchen um die Meisterschaft in der Oberliga mitreden wollen, dann müssen sie den TV Lobberich morgen Abend (19.30 Uhr, Jahnhalle) tunlichst schlagen. Und das ist so ganz nach dem Geschmack der Lobbericher. Sie sehen sich als Aufsteiger in der Außenseiterrolle, obwohl sie punktgleich mit den Borussen ebenfalls Jagd auf die Spitze machen könnten.

Zum Auftakt der Rückrunde in der Oberliga sind die vier Spitzenteams unter sich. Tabellenführer TV Aldekerk spielt bei der HSG Bergische Panther. Die Panther, der Tabellenvierte, erwiesen sich als ausgesprochen heimstark, besiegten zuletzt Borussia Mönchengladbach klar und behielten auch gegen den TV Lobberich zu Hause die Oberhand. Legen sie nun gegen Aldekerk nach, dürfte es an der Spitze noch einmal richtig spannend werden, da der komfortable Vorsprung der Aldekerker schmilzt. Am Rande sorgen die Panther auch für ein Novum in dieser Spielzeit, denn mit Boris Komuczki steht bereits der dritte Trainer an der Seitenlinie. Er folgt auf Spielertrainer Erwin Reinacher und Olympiasieger Mike Wassiljew.

Nach dem herausragenden zurückliegenden Jahr mahnt Lobberichs Trainer Jurek Tomasik vor dem Start in die Rückrunde zur Vorsicht: "Voriges Jahr ist so optimal gelaufen. Besser geht es nicht, aber es kann auch ganz schnell anders kommen." Der aktuelle dritte Tabellenplatz sei "zum Genießen". Die Grundvoraussetzungen beim kommenden Gegner Borussia Mönchengladbach beispielsweise seien aber ganz andere als beim TV Lobberich. "Borussia spielt um den Aufstieg mit. Unsere erste Aufgabe ist nach wie vor der Klassenverbleib", meint Tomasik. Rein rechnerisch will er Klarheit haben - versteht sich. Das mutet etwas seltsam an, denn angesichts von 19:7 Punkten und 17 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge dürften die Lobbericher in Kürze sicher sein.

  • Mönchengladbach
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Aber Tomasik baut vor. Er weiß, dass sein Kader nicht so breit aufgestellt ist wie der der Borussen und ihm schon eine Verletzung die Bilanz verhageln könnte. Der Trainer will seine Mannschaft frei von jeglichem Druck in der Rückrunde weiterentwickeln. "Wir können befreit zu Borussia fahren. Wir sind kein Kanonenfutter und die Spieler müssen sich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange fürchten", sagt er. Über den Jahreswechsel gönnte der Coach seinen Spielern den einen oder anderen freien Tag. Die meisten Akteure verzichteten auch auf den Kreispokal am vergangenen Wochenende. Nur Richard Pasch, Marcel Schatten, Jochen Schellekens und Kevin Barbee wirkten mit. "Wir leben von der Motivation. Ein paar freie Tage sind wichtig, um wieder geil auf Handball zu sein", betont er.

(wiwo)