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Handball: Lobberich denkt nicht mehr an den Titel

Handball : Lobberich denkt nicht mehr an den Titel

Obwohl der Rückstand nur zwei Punkte beträgt, denkt Trainer Jurek Tomasik nur an den Klassenverbleib – er hat kaum Spieler zur Verfügung. Konkurrent Kaldenkirchen kann da schon eher angreifen.

Obwohl der Rückstand nur zwei Punkte beträgt, denkt Trainer Jurek Tomasik nur an den Klassenverbleib — er hat kaum Spieler zur Verfügung. Konkurrent Kaldenkirchen kann da schon eher angreifen.

Ein Pünktchen liegen die Handballer des TV Lobberich hinter dem Spitzenduo in der Verbandsliga, dem TV Korschenbroich II und dem TV Krefeld-Oppum. Im Mitteldrittel der Saison sollte das eigentlich eine prächtige Ausgangssituation sein, um ganz oben anzugreifen. Doch von Titel und Träumen sind die Lobbericher meilenweit entfernt. Vor dem Spiel beim punktgleichen VfB Homberg herrscht eher Katerstimmung. Das bestätigt Trainer Jurek Tomasik ein wenig überspitzt: "Wir haben 18 Punkte gegen den Abstieg."

Diese Aussage hat ihren Grund. Dem Mann gehen die Alternativen aus. Seit Wochen fehlen permanent mehrere Spieler. Und Besserung ist nicht in Sicht. Bis zum Saisonende müssen sich die Lobbericher aufgrund der vielen Langzeitverletzten irgendwie durchkämpfen. "Sehen wir mal, was die Woche noch bringt", meint Tomasik. Jedenfalls ist Tobias Liedtke am Sonntag wieder dabei. Er wird am Wochenende aus dem Urlaub zurückerwartet.

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Die Aufgabe in Homberg stuft der Trainer als sehr schwer ein. "Wir sind jedenfalls nicht der Favorit", sagt Tomasik. Damit liegt er in jedem Fall richtig, denn die Homberger haben zu Hause noch kein Spiel verloren. In den bislang acht Heimspielen verbuchten sie sechs Siege und zwei Unentschieden. Der Gegner sei auf allen Positionen gut besetzt und zeige einen schnellen, körperbetonten Handball mit viel Leidenschaft, meint der Lobbericher Coach. Nach der Niederlag gegen Königshof habe sein Team in Homberg die Chance, sich mit seinen Fähigkeiten wieder ins rechte Licht zu rücken.

Genau das gilt auch für den TSV Kaldenkirchen. In den letzten Wochen lief es auch für die Kaldenkirchener nicht rund. Mit zwei Niederlagen in den letzten drei Spielen verpasste der TSV die Chance, sich ganz oben in der Tabelle zu sonnen. Aktuell weist das Team zwei Punkte Rückstand auf die Spitze auf. "Wir können zu Hause was für das Selbstvertrauen tun", sagt Trainer Dirk Rahmel vor dem Spiel gegen die Moerser Adler (Samstag, 19 Uhr, Ravensstraße).

Mit dem Gegner habe sein Team noch eine Rechnung offen. "Im Hinspiel haben wir unsere erste Niederlage kassiert. Insofern sind wir hochmotiviert", berichtet der Coach. Allerdings ist die Zuversicht getrübt, denn in Kaldenkirchen grassiert die Grippewelle. Am Dienstag musste sogar das Training abgesagt werden, weil nur noch drei oder vier Spieler wirklich gesund waren.

Rahmel weiß also noch nicht, mit wem er am Samstag planen kann. "Wenn wir nicht richtig fit sind, wir es schwer. Aber ich habe das Ziel, dass wir gegen keinen Gegner beide Saisonspiele verlieren", sagt der Trainer.

(RP)