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Handball: Lobberich bleibt das Pech treu

Handball : Lobberich bleibt das Pech treu

Auch am letzten Spieltag spielten die Drittliga-Frauen gut – und standen am Ende mit leeren Händen da. Der Tabellenzweite aus Köln erzielte in der Schlusssekunde den Siegtreffer zum 36:35.

Frauenhandball Die Saison die Handballerinnen des TV Lobberich in der Dritten Liga erinnert an einen Blockbuster: Und täglich grüßt das Murmeltier. "Wir waren so oft knapp dran und sind leider so oft leer ausgegangen", sagte Trainer René Baude. Auch gegen den 1. FC Köln waren die Frauen wieder knapp dran und doch reichte es erneut nicht. Lobberich unterlag im letzten Spiel der Saison 35:36 gegen den 1. FC Köln. Obwohl es für das Schlusslicht sportlich um nichts mehr ging, unterstützen trotzdem rund 300 Zuschauer die Lobbericher Frauen.

Und die erlebten bedingt durch die Verabschiedung zahlreicher Spielerinnen mit einigen Tränen ein sehr emotionales und sportlich auch ein dramatisches Saisonfinale. "Es ist sehr schön, dass die Halle voll war. Das hat mich für die Spielerinnen sehr gefreut", sagte Baude. Lobberich lieferte dem Tabellenzweiten einen richtig guten Kampf. In der ersten Hälfte zogen die Gäste erst nach dem 14:15 begünstigt durch Fehler des TV auf 19:16 davon. "19 Gegentore sind definitiv zu viel, obwohl wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben", sagte Baude.

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Vor allem Lena Beckers. Die Rückraumspielerin, die Lobberich verlässt, erzielte sieben Tore in der ersten Hälfte. Leider verschlief der TV jedoch den Beginn der zweiten Hälfte, in der Köln auf 24:18 davonzog. Etliche Fehler ermöglichten dem 1. FC in dieser Phase Gegenstoßtore. Angefeuert von den Fans starteten die Lobbericher in der Schlussphase zu einer bemerkenswerten Aufholjagd, die Nicole Funken mit dem Ausgleich beim 35:35 krönte.

Aber Köln wollte mehr und Lobberich konnte das nicht verhindern. Die Gäste bereiteten den letzten Wurf in den letzten zehn Sekunden über die linke Seite vor und kamen über rechts zum Abschluss und damit zum Siegtreffer. "Da fehlte uns die Cleverness. Andere hätten sich dazwischengeworfen und eine Rote Karte riskiert. Wir sind einfach zu lieb. Wir hätten die Kölner vorher festmachen müssen. Der Pass nach Außen darf nicht kommen", haderte Baude.

Doch er kam und wie schon so oft in dieser Saison stand Lobberich am Ende trotz eines guten Spieles mit leeren Händen da. "So viele Fehlwürfe und Auszeiten kann man sich nicht erlauben. Kleinigkeiten werden immer wichtiger und entscheidender, je höher man kommt", meinte Baude.

(RP)