Handball: Lobberich beklagt gravierenden Ausfall

Handball : Lobberich beklagt gravierenden Ausfall

Im Kellerduell bei der SG Überruhr muss der Handball-Oberligist aus Nettetal auf seinen besten Torschützen verzichten. Benedikt Liedtke ist beruflich verhindert. Seine Aufgaben sollen auf mehrere Schulter verteilt werden.

Die Oberliga-Handballer des TV Lobberich treten am morgigen Samstag in einem wichtigen Kellerduell bei der SG Überruhr an. Die Gastgeber belegen den vorletzten Platz. Zwei Plätze darüber und um drei Pluspunkte besser gestellt haben sich die Lobbericher den elften Tabellenplatz erkämpft. Ausgerechnet ist dieser vorentscheidenden Partie müssen die Lobbericher auf ihren zuletzt überragenden Torschützen Benedikt Liedtke verzichten.

Liedtke müsse, so Trainer Goran Sopov, aus beruflichen Gründen passen. "Er ist bei uns eine feste Nummer auf Halblinks. Aber es nützt nichts, wir müssen das auf alle anderen Schultern verteilen", meint Sopov. Die Besetzung der Rückraumpositionen wird damit eine noch größere Herausforderung als schon zuletzt. Teilweise mussten drei Akteure durchspielen. "Wir können zwar wieder auf Ruben Dorenbeck zurückgreifen, aber Benni zu ersetzen, wird schwierig", sagt Sopov.

An der grundsätzlichen Situation, dass sich die Lobbericher im Kampf gegen Abstieg behaupten müssen, ändert die schwierige personelle Lage nichts. "Wir müssen trotzdem alles tun, um die Punkte zu holen. Wir haben gegen Mettmann einen Punkt gewonnen und ich hoffe, dass wir an diese Leistung anknüpfen können", meint der Coach. Schließlich ergehe es dem Gegner im Abstiegskampf auch nicht besser. Die SG Überruhr verlor vorige Woche 23:26 beim SV Neukirchen. "Sie haben sehr starke Rückraumraumspieler. Der Halblinke und die beiden Linkshänder im rechten Rückraum haben gegen uns viele Tore geworfen", erinnert sich Sopov an das Hinspiel im vergangenen Jahr, das die Lobbericher 24:23 gewannen. Tim Koenemann, einer dieses Trios, warf bei der Niederlage gegen Neukirchen im Alleingang zwölf der 23 Tore der Überruhrer. "Ich erwarte, dass sie zu Hause richtig Gas geben werden", sagt Sopov. Seine Spieler müssten sich dem Gegner als Einheit gegenüberstellen. "Wir haben uns im Hinspiel sehr schwergetan. Deshalb müssen wir nun vor allem kompakt verteidigen. Wenn alle ein paar Prozentpunkte mehr aus sich heraus kitzeln, dann geht das auch", sagt der Trainer.

Insgeheim hofft Sopov, dass seine Truppe in den kommenden Wochen, in denen mehrere Spiele gegen direkte Konkurrenten aus dem Tabellenkeller anstehen, sechs bis acht Punkte holen kann und sich damit von den beiden Abstiegsrängen etwas absetzt. "Das wäre ein Traum", sagt Sopov.

(wiwo)
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