Leichtathleten aus dem Grenzland in der deutschen Bestenliste

Leichtathletik : So schlägt sich das Grenzland in der Leichtathletik-Bestenliste

Die für externe Vereine startenden Nick Kämpgen und Sarah Schmidt rangieren am weitesten vorne. Aber auch die Lauftalente des OSC Waldniel sind im nationalen Vergleich gut vertreten.

Die deutsche Bestenliste ist das Spiegelbild der Leistungen von Athleten im Laufe einer Saison, die ganz oben in Deutschland mitmischen können. In der Regel sind es immer nur eine Handvoll von Aktiven aus dem Grenzland, die dem Vergleich zur Deutschen Spitze der Top 30 beziehungsweise Top 50 standhalten können. Eine von ihnen ist die 16-jährige Anna Bommes vom OSC Waldniel. Sie debütierte in dieser Saison in der Jugend U18 über 1500 Meter Hindernis mit Erfolg und steht mit 5:06,30 Minuten gleich auf Anhieb an elfter Stelle in Deutschland.

Dazu kommen ihr 22. Platz über 3000 Meter mit 10:22,27 Minuten und über 1500 Meter mit 4:48,16 Minuten auf Platz 34 hinzu. Allerdings kehrt sie aus sportlicher Sicht im neuen Jahr dem Grenzland den Rücken, sie wechselt zum LAZ Mönchengladbach, weil sich die NRW-Kader-Athletin in einem neuen Umfeld weiterentwickeln und verbessern will. Die Jungs aus ihrer Trainingsgruppe vom OSC Waldniel schafften als 1000-Meter-Staffel den NRW-Titel in der Besetzung Henry Krumm, Tom-Luka Zwarg und Fabio Faulhaber mit 8:07,28 Minuten. Das bedeutet den dritten Platz in der Jugend U18, womit es das Trio auch auf Platz 29 der nächsthöheren Klasse Jugend U20 bringt. Den 30. Platz im Deutschlandvergleich schaffte Chris-Ole Zwarg über 800 Meter bei den 14-Jährigen mit 2:12,25 Minuten.

Der aus Niederkrüchten-Laar kommende Nick Kämpgen hatte eine tolle Saison und holte in einem taktischen Rennen über 1500 Meter bei den Deutschen U18-Jugendmeisterschaften den dritten Platz. Der neu in den Bundeskader C aufgerückte 17-Jährige aus den Reihen des LAZ Mönchengladbach, der zurzeit auf sein Abitur hinarbeitet, machte aber noch mehr von sich reden. Mit 3:58,79 Minuten über 1500 Meter ranggiert er an vierter Stelle in Deutschland (21. der Jugend U20) und über 800 Meter its er mit seiner Zeit von in 1:56,40 Minuten Zehnter. Mit 9:05,27 Minuten nimmt er auch noch Platz zwölf über 3000 Meter ein, allerdings steht diese Zeit in keinem Verhältnis zu seinen anderen Leistungen.

In der deutschen Jahresbestenliste rangiert die Süchtelnerin Sarah Schmidt (r.) bei den Frauen über 800 Meter auf dem zweiten Platz. Foto: dpa/Sven Hoppe

In ihrem letzten U23-Juniorinnen-Jahr stürmte die aus Süchtelen stammende Sarah Schmidt (TSV Bayer Leverkusen) über 800 Meter mit 2:02,04 Minuten an die Spitze der Deutschen Bestenliste und nimmt Platz zwei bei den Frauen ein. In diesem Jahr verfehlte die 22-Jährige, die eine Bestzeit von 2:01,44 Minuten aufweist, um 54 Hundertstelsekunden die Teilnahme an der Europameisterschaft (Qualifikationszeit: 2:01,50) in Berlin. Sie will in der Hallensaison durchstarten und gegebenenfalls versuchen, sich für die Hallen-EM im kommenden Jahr Anfang März im britischen Glasgow zu qualifizieren und die Teilnahme für die Sommer-Universiade im Juli im italienischen Napoli sichern. 2019 sind auch die Weltmeisterschaften, bei der der internationale Leichtathletik-Verband die Qualifikationszeit über 800 Meter von 2:01,50 auf 2:00,50 Minuten heraufsetzt.

Ihre Vereinskameradin Rebekka Ackers, die ebenfalls das ABC der Leichtathletik beim ASV Süchteln mitbekam, schaffte in der Deutschen Bestenliste der Frauen über 800 Meter Platz neun in 2:04,59 Miunten. Sie steht auch mit Schmidt in der 4x400-Meter-Staffel auf Platz drei (3:38,16) und in der 3x800-Meter-Formation auf Platz zwei (6:12,86).           

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