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Landesliga: VSF Amern geht mit Rückenwind ins "Derby" gegen Wachtendonk

Landesligist beweist Comeback-Qualitäten : Amern geht mit Rückenwind ins Nachbarduell

Bei der wilden Aufholjagd gegen Bedburg-Hau hat der VSF Amern am vergangenen Wochenende Moral bewiesen. Trainer Willi Kehrberg sieht einen positiven Effekt für die kommenden Spiele. Sonntag geht es zum „kleinen Derby“ in die Nachbarstadt.

Das in einem Fußballspiel mal ein Rückstand aufgeholt werden muss, ist normal und gehört auch dazu. Doch wenn eine Mannschaft in der Vorwoche mit 0:4 verliert und auch im nächsten Spiel nach etwas mehr als einer halben Stunde bereits mit 0:3 zurückliegt, dann lässt das rein vom Papier her erst einmal Böses ahnen. Sich dann allerdings achtbar aus der Affäre zu ziehen und nur wenige Minuten später mit der Aufholjagd zu beginnen und am Ende einen Punkt noch zu ergattern, zeigt den wahren Charakter einer Mannschaft.

So geschehen am vergangenen Sonntag in der Partie zwischen den VSF Amern und der SGE Bedburg-Hau. Ein Eigentor sowie ein Doppelpack von Gästespieler Robin Deckers ließen die Amerner zunächst mit 0:3 ins Hintertreffen geraten. Doch noch vor der Pause gelang Darius Strode (40.) der Anschlusstreffer. Angestachelt vom Tor des Mittelfeldspielers spielte Amern im zweiten Durchgang mutig nach vorne. Die Belohnung war der zweite Treffer. Ein scharfer Pass von Strode auf Karim Sharaf, der wiederum auf Rene Jansen (59.) querspielte. Jansen brachte den Ball zum 2:3 im Gehäuse unter. Als Strode (90.+3) in der Nachspielzeit zum 3:3 traf, waren die wilde Aufholjagd und der Punktgewinn perfekt.

 Sorgte per Doppelpack für Amerns Punktgewinn: Darius Strode.
Sorgte per Doppelpack für Amerns Punktgewinn: Darius Strode. Foto: Heiko van der Velden
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„Wir haben eine tolle Moral bewiesen und dass im zweiten Durchgang gut gemacht, das spricht für die Mannschaft. Das Unentschieden ist hochverdient. Ein Punktgewinn in der letzten Sekunde, wo die Mannschaft 45 Minuten versucht, den Punkt zu holen, kann uns in der Saison richtig weiterhelfen“, machte Amerns Trainer Willi Kehrberg die Bedeutung des Punktgewinns noch einmal deutlich.

Am kommenden Sonntag steht für die Amerner dann das Spiel gegen den Nachbarn TSV Wachtendonk-Wankum an, welches aufgrund der kurzen Entfernung fast als Derby gesehen werden kann. Das Team von Trainer Guido Contrino ist dabei so etwas wie der Minimalist der Liga. Mit einem Torverhältnis von 3:1 sicherte sich der kommende Gegner der Amerner bereits sieben Punkte. Das Torverhältnis der Amerner von 6:7 macht dabei deutlich, dass ein Fehler bereits das Spiel entscheiden kann. Mit dem ehemaligen Nettetaler Martin Stroetges und den Süchtelnern Kai Baumeister, Philipp Cox und Markus Keppeler (früher ebenfalls Nettetal), trifft man dabei auf Spieler, die auch in der Region bekannt sind.

Verzichten muss Kehrberg für das Duell gegen Wachtendonk-Wankum auf Maximilian Kuznik, der sich im letzten Testspiel das Syndesmoseband gerissen hat und bis zur Winterpause ausfallen wird. Ebenfalls nicht dabei sein wird Johannes Hamacher. Der Einsatz von Maximilian Gotzen ist fraglich.