Fußball : VSF Amern punkten mit ungewohnter Aufstellung

Bei Teutonia St. Tönis konnten die VSF Amern mit dem 0:0 gut leben.

Die VSF Amern sind auf dem besten Weg die Unentschieden-Könige der Fußball-Landesliga zu werden. Bei der DJK Teutonia St. Tönis erreichten sie ein 0:0. Es war im siebten Meisterschaftsspiel bereits die vierte Punkteteilung. Das 0:0 wertete Trainer Willi Kehrberg allerdings als enorm wertvoll, weil sein personelles, aus der Not geborenes Konzept aufging. „Wir müssen damit zufrieden sein“, sagte Kehrberg.

Offensivmann Nico Wehner sammelte zuletzt immer mal wieder Erfahrungen als Linksverteidiger. Nun waren neben Wehners Defensivkünsten auch die von Max Gotzen gefragt. Der Stürmer verteidigte hinten rechts. Da in Dominik Kleinen, Maik Lambertz und Nico Oelsner drei Innenverteidiger ausfielen, spielten die Amerner mit einer Viererkette, in der auch Außenverteidiger Johannes Hamacher als Innenverteidiger neben Daniel Kawohl seine Premiere feierte. „Wir haben lange überlegt, wie wir das Ganze stellen“, sagte Kehrberg. Das ungewohnte System mit einer Raute im Mittelfeld und Tobias Gorgs als Spielmacher auf der Zehn setzten die Spieler so gut um, dass sie in der ersten Hälfte die dominierende Mannschaft waren. Das Führungstor wäre durchaus möglich gewesen, doch in vielen Situationen kam der letzte Pass nicht an. Die beste Möglichkeit vergab Tobias Bruse. St. Tönis strahlte kaum Gefahr aus. Ihre beste Chance, laut Kehrberg eher ein Zufallsprodukt, klärte VSF-Keeper Jonas Derrix mit dem Kopf.

In der zweiten Hälfte riskierten die Gastgeber mehr und rissen nach und nach auch das Spiel an sich. Derrix und auch Fukuchi, der auf der Linie rettete, bewahrten die VSF vor einem Rückstand. Allerdings hätten Tobias Gorgs und Alex Hamacher auch die VSF zum Sieg schießen können.

VSF: Derrix – Gotzen, J. Hamacher, Kawohl, Wehner – Fukuchi, Bruse, A. Hamacher (81. Odusina), Gorgs (71. Bischoff) - Friesen, Sakai. Tore: keine. Zuschauer: 100.