Fußball-Landesliga : VSF Amern feiern Arbeitssieg gegen den Rather SV

Durch den 3:1-Heimsieg setzt sich der Fußball-Landesligist aus Schwalmtal weiter in der oberen Tabellenhälfte fest.

Es war nicht immer schön, aber überaus erfolgreich. Und das ist das, was nicht nur in der Fußball-Landesliga zählt. Die Kicker der VSF Amern setzten sich in einem intensiven Spiel 3:1 (1:0) gegen den Rather SV durch. Die Mannschaft von Willi Kehrberg feierte damit im elften Spiel ihren fünften Sieg und festigte ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte. „Das war ein Arbeitssieg. Wir können es besser, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen“, sagte der Trainer.

Die erste halbe Stunde gehörte den Gastgebern. Amern gab den Takt vor und erspielte sich immer wieder Torchancen. In der 18. Minute belohnten sich die VSF dafür. Nachdem der Rather Keeper eine Flanke unterlief, hatte Daniel Kawohl keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu köpfen. Mit der Führung im Rücken schenkten die Hausherren ihre Dominanz aber nach und nach her. Sie verlagerten sich darauf, lange Bälle in die Spitze zu schlagen, anstatt ihre Stärken im Kombinationsspiel in die Waagschale zu werfen. „Wir haben keinen Fußball mehr gespielt“, sagte Kehrberg.

Nach dem Wechsel spürten auch die Gäste, dass für sie vielleicht mehr möglich sein könnte. Vor allem der eingewechselte Soufian Yasir sorgte mit seinen Hereingaben für viel Gefahr. Folgerichtig führte auch eine Ecke von Yasir zum Ausgleich. In der 56. Minute stimmte die Zuordnung in der Amerner Defensive überhaupt nicht. Der kopfballstarke Niklas Wesseln konnte aus fünf Metern völlig freistehend zum 1:1 einköpfen. Das Gegentor wirkte wie ein Weckruf. Die VSF nahmen das Spiel wieder selbst in die Hand. Nach einem zur Seite abgewehrten Schuss des Japaners Ken Sakai setzte Tobias Bruse nach und drosch das Spielgerät mit aller Wucht in die Maschen des Rather Tores. Dieses 2:1 in der 68. Minute löste bei den Amernern nun endgültig die Fesseln. Sie hätten in der Folge mehr Tore erzielen können. Letztlich war es dann aber Dominik Bischoff, der in der 77. Minute nach einem Foul an Max Gotzen den Foulelfmeter zum 3:1 verwandelte.

Bei den VSF feierte der Japaner Rei Mukodaka sein Debüt in der Startformation. Gleichzeitig gab Torhüter Jonas Derrix seine Abschiedsvorstellung. Der 19-Jährige nimmt ein Studium in Wuppertal auf und kann nicht mehr trainieren. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht. Jonas ist als A-Jugendlicher zu uns gekommen und hat unter Beweis gestellt, dass er Landesliga spielen kann“, sagte Kehrberg.

VSF: Derrix - J. Hamacher, Kleinen, Lambertz, Kawohl - Gotzen, Fukuchi (89. A. Hamacher), Bruse, Bischoff (86. Oelsner) - Sakai, Mukodaka (58. Wehner). Tore: 1:0 Kawohl (18.), 1:1 Wesseln (56.), 2:1 Bruse (68.), 3:1 Bischoff (77./FE). Zuschauer: 150