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Handball: Kunstwurf bringt Lobberich den Sieg

Handball : Kunstwurf bringt Lobberich den Sieg

Benedikt Liedtke wurde in der Schlussphase für die Lobbericher im Topspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld zum Helden des Tages. Er erzielte den 32:31-Siegtreffer für die Gastgeber, die jetzt sogar auf dem zweiten Tabellenplatz rangieren.

Der TV Lobberich setzt in der Oberliga ein weiteres Ausrufezeichen. Auf den letzten Drücker setzten sich die Lobbericher Handballer ein wenig glücklich, aber hochverdient 32:31 (Halbzeit 18:11) gegen den TV Jahn Hiesfeld durch. Lobberich tauscht somit mit den Hiesfelder Veilchen die Plätze. Der Aufsteiger ist nun als Tabellenzweiter der erste Verfolger von Spitzenreiter TV Aldekerk und damit die große Überraschung der Liga.

Lobberichs Benedikt Liedtke avancierte in der Schlussphase zum Helden des Tages. Mit einem Kunstwurf aus dem Nichts heraus markierte der Youngster den Siegtreffer für sein Team. "Der muss rein, habe ich gedacht", sagte Liedtke hinterher. Fix und fertig, aber zufrieden strahlte der Rückraumspieler der Lobbericher. Das dicke Pflaster unter einem Auge hatte er längst entfernt. Während der Woche hatte er sich eine Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste. "Eigentlich dürfte ich nicht spielen", meinte er.

Er ging das Risiko ein und wurde belohnt. Mit einem ansatzlosen Wurf über den falschen Fuß überraschte er die Hiesfelder Abwehr und ihren Torhüter in der vorletzten Minute. "Das war toll gemacht. Benni ist immer daran interessiert, besondere Würfe zu trainieren und sie im Spiel auch einzusetzen", lobte Trainer Jurek Tomasik seinen Spieler. Die Lobbericher übertrafen sich in diesem Verfolgerduell der Oberliga selbst. Vor allem in der ersten Hälfte trumpften sie ganz groß auf. Die Mannschaft führte kurz vor dem Wechsel 18:11. "Wir haben mit unseren dezimierten Kräften über dem Limit gespielt", sagte Jurek Tomasik.

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Wie aus einem Guss spielten die Hausherren und raubten den Hiesfeldern mit der 5:1-Abwehr den Nerv. Marcel Schatten störte in der Spitze den Spielaufbau der Gäste wirkungsvoll und unterband die Anspiele an den Kreis. In der zweiten Hälfte gelang es den Hiesfeldern, den Lobbericher Angriffswirbel zu stoppen. "Sie haben uns das Leben schwergemacht", sagte Tomasik. Die Gäste bedachten Christopher Liedtke mit einer Sonderbewachung. Der Spielfluss der Lobbericher erlahmte in der Folge, weil die Heimmannschaft es nicht mehr schaffte, sich über die Seiten Freiräume zu erarbeiten.

Stattdessen suchten sie ihr Heil in Zweikämpfen. Die Gäste profitierten davon und kamen Tor um Tor näher. Beim 26:26 gelang ihnen erstmals der Ausgleich. Mit dem 27:26 sogar die erste Führung. Es war Christopher Liedtke, der diesem Lauf der Gäste ein jähes Ende bereitete. Er erahnte dreimal in Serie Aktionen der Gegner und sorgte mit Gegenstoßtoren für das 29:28. Die Hiesfelder spielten ihre Möglichkeiten nicht clever aus. Die Gäste bleiben aber in Schlagdistanz, bis Benedikt Liedtke kam.

(wiwo)