Fußball : Krisen-Derby endet unentschieden

Der TSV Kaldenkirchen war drauf und dran, das Grenzland-Duell in der Fußball-Bezirksliga gegen den SC Waldniel für sich zu entscheiden. Am Ende gelang doch nicht der Befreiungsschlag im Tabellenkeller, es hieß 2:2.

Er lag in der Luft der dritte Heimsieg in der laufenden Saison für den Fußball-Bezirksligisten TSV Kaldenkirchen. Der Aufsteiger hatte in der letzten halben Stunde des Krisen-Derbys gegen den SC Waldniel viele Gelegenheiten, um die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden, doch ein Treffer wollte nicht mehr gelingen. Stattdessen blieb es beim 2:2 (1:1)-Remis, über das sich beide Mannschaften unter dem Strich nicht so wirklich freuen können - Kaldenkirchen bleibt weiter Tabellenvorletzter, der SC Waldniel weiterhin Schlusslicht der Liga.

"Aufgrund der zweiten Halbzeit muss das Spiel eigentlich 6:2 für uns ausgehen. Wir haben sehr druckvoll gespielt", sagte Kaldenkirchens Trainer André Küppers, der in seinem zweiten Spiel als Coach der Kaldenkirchener seinen zweiten Punkt holte. Es hätten nach gestern auch gut und gerne vier Zähler sein können, doch der TSV hatte das Glück des Tüchtigen nicht auf seiner Seite. Die gut besuchte Jahnkampfbahn sah vor allem in der ersten Hälfte ein fußballerisch schwaches Spiel. Beide Mannschaften lieferten sich im Passspiel viele Ungenauigkeiten, weswegen es zu wenigen gefährlichen Chancen kam. "Die erste Halbzeit war Abstiegskampf pur. Das hatte mit Fußball wenig zu tun", gestand Waldniels Trainer Björn Kox. Die beiden Tore kurz vor dem Pausenpfiff fielen dann aus dem Nichts: Der TSV spielte eine Überzahlsituation gut aus und markierte durch Lars Heines das 1:0 (38.), nur wenige Sekunden später glich Daniel Hank für die Gäste aus (39.).

Nach dem Seitenwechsel bewiesen die Trainer dann ein ziemlich glückliches Händchen. Auf der einen Seite wechselte Björn Kox in der 59. Minute den A-Jugendlichen Jannik Fausten ein, der nur wenige Momente später gleich bei seinem Debüt die Waldnieler Führung erzielte (60.). Andererseits hielt der Vorsprung nicht lange, denn André Küppers brachte wenig später Jendrik Schwanitz ins Spiel, der ebenfalls nur wenige Sekunden brauchte, um nach Vorarbeit von Pascal Gubala zum 2:2 (63.) zu treffen. In der Folge kam Waldniel nur noch mit einem Schuss ans Lattenkreuz gefährlich vor das gegnerische Tor, während Kaldenkirchen drückte, den Pfosten traf und kurz vor dem Schlusspfiff eine ziemlich aussichtsreiche Konterchance hatte - der Siegtreffer wollte aber nicht gelingen. "Unter dem Strich müssen wir mit dem Punktgewinn zufrieden sein", sagte Björn Kox, während sein Gegenüber André Küppers weiter gute Eindrücke seines Teams sammelt: "Die Mannschaft ist absolut wettbewerbsfähig."

(RP)