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Fußball: "Können um den Aufstieg spielen"

Fußball : "Können um den Aufstieg spielen"

Der Präsident über den Status Quo des niederländischen Zweitligisten Venlo.

VVV Venlo hat sich nach der verpassten Rückkehr in die Ehrendivision neu aufgestellt. Der Kader soll erneuert werden, ein neues Trainerteam wurde verpflichtet und die sportliche Leitung auf mehrere Schultern verteilt. Nachdem das Stadionprojekt auf Eis gelegt werden musste, konzentrieren sich die Grenzländer jetzt auf die sportlichen Belange. André Piel sprach mit Hai Berden, Präsident von VVV Venlo und Gründer des Haupt- und Trikotsponsors "Seacon Logistics".

VVV hat ein Gremium gebildet, das für die sportliche Entwicklung verantwortlich ist. Wessen Idee war das?

Berden Wir haben in vielen Gesprächen mit unseren ehemaligen Spielern, die teilweise auch zu unserer Traditionsmannschaft Ald VVV gehören, festgestellt, dass es dort eine große Bereitschaft zur Unterstützung des VVV gibt. Einige Ehemalige verfügen über eine enorme Erfahrung in der sportlichen Führung eines Vereins. Es war dann schnell klar, dass wir dieses Potenzial nutzen müssen. Mit Stan Valckx haben wir einen exzellenten Leiter dieses Gremiums gefunden.

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Mit Maurice Steijn hat VVV einen neuen Trainer verpflichtet. Was wird von ihm erwartet?

Berden Er soll insbesondere das Potenzial unserer jungen Spieler heben und diese besser machen. Und er passt zum Spielsystem, das wir zukünftig in Venlo spielen wollen.

VVV will wieder offensiven Fußball spielen?

Berden Das ist unser Ziel. Wir versprechen uns davon auch, die Zuschauer wieder mehr für VVV begeistern zu können.

Wie sind Sie in die sportlichen Entscheidungen bei VVV eingebunden?

Berden Ich kümmere mich hauptsächlich um die strategische Ausrichtung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die sportlichen Entscheidungen verantworten vor allem Geschäftsführer Marco Bogers und Stan Valckx. Aber ich habe auch im Vorfeld Gespräche mit Maurice Steijn geführt.

Wie sieht denn nach dem verpassten Aufstieg die wirtschaftliche Situation bei VVV aus?

Berden Der Etat geht etwas runter. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass wir uns von einigen teuren Spielern getrennt haben.

Kann dann unter anderen finanziellen Rahmenbedingungen überhaupt die Rückkehr in die Ehrendivision gelingen?

Berden In der Vergangenheit sind auch Teams aufgestiegen, die einen noch kleineren Etat hatten als wir. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir um den Aufstieg spielen können.

Wie wichtig wäre aus Ihrer Sicht der Aufstieg der Venloer in die Ehrendivision?

Berden Grundsätzlich wollen wir in der kommenden Saison unsere Konzeption umsetzen und attraktiven Fußball bieten. Mit dem Trainer ist abgestimmt, dass dies wichtiger ist als der Aufstieg. Maurice Steijn hat daher auch einen Zweijahresvertrag erhalten.

Ihr Unternehmen ist Hauptsponsor des VVV. Wie wichtig ist Ihr finanzielles Engagement für Venlo?

Berden Seacon Logistics zahlt einen Betrag, wie er für einen Hauptsponsor üblich ist. Der VVV steht aber wirtschaftlich auf einem breiten Fundament, das wir weiter ausbauen wollen.

Dazu verstärken Sie auch Ihre Aktivitäten auf dem deutschen Markt. Wie entwickeln sich dort die Beziehungen?

berden Als Grenzländer wollen und müssen wir grenzüberschreitend denken. Dank unseres Deutschland-Verantwortlichen Robert Pinior kommen bereits 10 Prozent unserer Sponsoren aus Deutschland.

Warum ist VVV so interessant für deutsche Unternehmen?

Berden Wir bringen deutsche und niederländische Unternehmen durch zahlreiche Aktivitäten an einen Tisch. Dazu zählen nicht nur unsere Heimspiele, sondern auch eine Reihe von Events, bei denen viele Kontakte zustande kommen.

(RP)