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KFC Uerdingen im Pokal zu Gast beim ASV Süchteln

Fußball : ASV spielt im Pokal am Hohen Busch

Wegen hoher Sicherheitsauflagen wollen die Süchtelner die Pokalpartie gegen den KFC Uerdingen nicht im Sportpark ausrichten. Sie weichen in das traditionsreiche Stadion in Viersen aus. Anstoß ist am 5. September schon um 17.30 Uhr.

Als vor zwei Wochen in Düsseldorf die zweite Runde im Pokalwettbewerb des Fußball-Verbands Niederrhein ausgelost wurde, war das Traumlos für den ASV Süchteln noch mit einem klaren Fragezeichen versehen. Denn Drittligist KFC Uerdingen musste zunächst noch die Erstrundenpartie beim Bezirksligisten SSV Berghausen hinter sich bringen. Doch nach dem standesgemäßen KFC-Sieg (8:1) steht inzwischen fest, dass es für die Süchtelner am Mittwoch, 5. September, zum Pokalknüller gegen den Traditionsverein mit einer langen Bundesliga-Historie kommt. „Uns war klar, dass Uerdingen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterkommt. Wir haben direkt nach der Auslosung mit den Planungen begonnen, weil wir wussten, dass viel Arbeit auf uns zukommt“, sagt ASV-Abteilungsleiter Philipp Hillecke. Ein Ergebnis dieser Planungen: Der Landesligist weicht für die Partie ins Stadion am Hohen Busch aus, Anpfiff ist schon um 17.30 Uhr.

Selbstverständlich hätte der ASV diesen sportlichen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte liebend gerne für seine Mitglieder und die Fans in der gewohnten Umgebung im Sportpark auf den Süchtelner Höhen auf die Beine gestellt, doch das war mit Blick auf die Sicherheitsvorschriften nicht möglich. „Wir haben einen Ortstermin mit der Polizei und der Stadtverwaltung gemacht, wobei schnell klar wurde, dass der Sportpark für ein Spiel in dieser Größenordnung nicht ausgelegt ist“, erklärt Hillecke. So sei von den Behörden als Voraussetzung vorgegeben worden, dass es zwei getrennte Eingangsbereiche gibt und dass die KFC-Fans während der ganzen Partie von den restlichen Zuschauern getrennt werden können. Denn laut Polizei, so Hillecke, gebe es immer noch ein paar KFC-Anhänger, die eine gewisse Gewaltbereitschaft mitbrächten.

„Diese Voraussetzungen im Sportpark zu schaffen. wäre unverhältnismäßig gewesen. Deswegen sind wir dann auf die am Hohen Busch ansässigen Vereine zugegangen und sind uns schnell einig geworden. Das ist gut, denn so ist das Spiel für die Fans gut erreichbar“, betont Hillecke. Weitere Vorteile: Die Parkplatzsituation ist besser, und für den Fall, dass es regnet, gibt es eine überdachte Tribüne. Die Rahmenbedingungen sind also geschaffen, doch es gibt in den knapp zwei Wochen bis zur Partie noch einiges zu bewegen. Es müssen nicht nur Ordner aus dem eigenen Verein gefunden werden, sondern ein privater Sicherheitsdienst wird für die Einlasskontrollen und für zusätzliche Präsenz im Stadion engagiert. Zudem müssen noch die Essens- und Getränkestände organisiert sowie Balljungen, Einlaufkinder und Parkplatz-Anweiser gefunden werden. Weitere Themen sind der Druck von Werbemitteln und der Ticketverkauf. „Das bekommen wir hin, wir haben ein gutes Team, der ganze Verein arbeitet mit“, sagt Hillecke.

Am liebsten wäre es den Süchtelnern, wenn viele Tickets schon im Vorverkauf über den Tresen gingen, denn das würde die Abendkassen entlasten und mögliche Schlangen verkürzen. Denn der namhafte Gegner, der als Aufsteiger gerade die 3. Liga aufmischt, wird wohl viele Zuschauer anlocken - trotz der frühen Anstoßzeit von 17.30 Uhr. Die ist übrigens nötig, weil der Rasenplatz am Hohen Busch genau wie der im Süchtelner Sportpark über kein Flutlicht verfügt. Was die sportliche Seite aus Sicht des krassen Außenseiters anbelangt, will sich Hillecke nicht zu sehr Träumereien hingeben: „Klar gibt es im Pokal immer wieder Überraschungen. Aber für uns geht es zunächst nur darum, dagegen zu halten und uns so teuer wie möglich zu verkaufen.“