Sportler Des Monats Daniel Halcour: Karriere-Höhepunkt bei DM in Berlin

Sportler Des Monats Daniel Halcour: Karriere-Höhepunkt bei DM in Berlin

Durch seinen zweiten Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften schaffte Daniel Halcour die Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe. Dass es dort für den 32-Jährigen dann nicht so gut lief, konnte er relativ leicht verschmerzen.

Viersen Daniel Halcour hat mit seiner Teilnahme an den Deutschen Einzelmeisterschaften für ein Ereignis historischen Ausmaßes gesorgt. Nicht nur für sich, sondern auch für das Grenzland und den Tischtennis-Kreis Mönchengladbach. Der ist in den vergangenen Jahren nicht sonderlich erfolgsverwöhnt gewesen. Umso größer ist die Freude, dass ein Viersener im Berliner Sportforum in Berlin-Hohenschönhausen dabei war, als die besten Tischtennisspieler Deutschlands ihren Meister kürten. Auch wenn der Regionalliga-Spieler des ASV Süchteln sein persönliches Ziel, den Einzug in das Hauptfeld, verpasste, wird das Wochenende immer in guter Erinnerung bleiben.

"Es hat insgesamt trotzdem Spaß gemacht", sagte Halcour. "Ich werde versuchen, mich auch im nächsten Jahr für die Deutschen zu qualifizieren." Der 32-Jährige hat schlichtweg nicht zu seiner Normalform gefunden und sagte selbstkritisch: "Vielleicht wollte ich zu viel und habe daher zu verkrampft gespielt." Aufgrund seines Ranglistenwertes galt er in seiner Gruppe durchaus als Favorit auf den Gruppensieg. Doch am Ende reichte es nur zu einem Sieg, auch im Doppel an der Seite von Fan Bo Meng, der in der 3. Liga für die Bundesliga-Reserve des TTC Fulda-Maberzell spielt, kam nach einem Freilos früh das Aus. Qualifiziert hatte sich Halcour für die DM durch seinen sensationellen zweiten Platz bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften in Ochtrup. Dort war nach starken Auftritten in der K.o.-Runde mit Siegen gegen höher eingestufte Gegner erst im Endspiel gegen Titelverteidiger Eric Bottroff (BV Borussia Dortmund) Endstation.

  • Tischtennis : Daniel Halcour verlässt Süchteln

Dass Halcour in seiner Tischtennis-Laufbahn bis zu den Deutschen Einzelmeisterschaften kommen würde, zeichnete sich nicht unbedingt ab. Obwohl er bereits im Alter von sechs Jahren in seinem damaligen Wohnort beim TTV Kückhoven angefangen hatte. Inspiriert wurde Halcour durch seine Familie, in der alle Tischtennis spielten und die meisten immer noch aktiv sind. Sein Bruder Dominik Halcour, mit dem er eine Versicherungsagentur führt, spielt ebenfalls hochklassig. Aktuell ist der ehemalige Süchtelner mit dem TTC Champions Düsseldorf Tabellenführer der Regionalliga. In den Nachwuchsjahrgängen gehörte Daniel Halcour immer zu den besten Spielern im Westdeutschen Tischtennis-Verband. Von Kückhoven zog es ihn dann zum TV Erkelenz. Über die Stationen TTC BW Grevenbroich, Bayer Uerdingen (Oberliga) und TTG Niederkassel (Regionalliga) landete Halcour erstmals beim ASV Süchteln. Weil es sportlich dann nicht mit dem Aufstieg klappte, suchte er beim TTC indeland Jülich eine neue Herausforderung.

Zwei Jahre lang spielte er bei den Jülichern in der 2. Bundesliga. Die erste Saison beendete er mit Jülich sogar als Meister, der Verein verzichtete aber auf den Aufstieg in die 1. Liga. Für ihn persönlich verlief die zweite Saison noch besser. An Position fünf blieb er in der Vorrunde ohne Niederlage. "Das haben noch nicht viele Spieler geschafft", sagt Halcour. Ihn zog es dann wieder nach Süchteln, wo vor drei Jahren dann die Rückkehr in die Regionalliga gelang.

(RP)