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Fußball: Karakas sieht den 1. FC als Sprungbrett

Fußball : Karakas sieht den 1. FC als Sprungbrett

Der ehemalige Borussia-Nachwuchsspieler möchte sich in der Landesliga für Höheres empfehlen.

Über den fünften Sieg in Serie konnte Melih Karakas zwar mit seinen Mannschaftskameraden jubeln, doch seine Freude über den 3:1-Erfolg gegen den TSV Wachtendonk-Wankum wirkte etwas bedrückt. Schließlich musste der Offensiv-Allrounder des 1. FC Viersen bereits nach einer guten halben Stunde ausgewechselt werden — Verdacht auf eine gezerrte Wade.

"Ich habe im Sprint sofort einen stechenden Schmerz gespürt. Da ich bereits eine Oberschenkelzerrung hatte, konnte ich direkt einschätzen, dass es sich wohl wieder um eine Zerrung handelt", erklärt der 19-Jährige nur einen Tag später.

Doch er ist zuversichtlich, im letzten Saisonspiel beim TuS Fichte Lintfort wieder einsatzbereit zu sein. Schließlich will der ehemalige Paderborner seinen Teil dazu beitragen, dass sich der 1. FC Viersen mit sechs Siegen in Serie in die Winterpause verabschiedet. "Er ist augenblicklich unser bester Stürmer", sagt sein Trainer Willi Kehrberg. Karakas Torausbeute liegt aktuell bei fünf Toren. Und das in nur elf Spielen, denn drei Partien musste Karakas verletzungsbedingt passen. Insgesamt verteilen sich die bislang erzielten 22 Saisontore des 1. FC auf insgesamt zehn Schützen. Und Karakas hofft, bei Fichte Lintfort noch den ein oder anderen Treffer erzielen zu können.

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Begonnen hat der gebürtige Viersener mit türkischen Wurzeln in der Jugend von Borussia Mönchengladbach, gefolgt von einem Wechsel zum Stadtrivalen 1. FC Mönchengladbach. Doch es zog Karakas wieder zurück zu den Fohlen, ehe er aufgrund einer Pause von acht Monaten (nach einem gebrochenen Zeh und einem Bänderriss) aussortiert wurde. Nach einem Zwischenstopp beim Wuppertaler SV wechselte er nach Westfalen, zum SC Paderborn. Eigentlich war er für die Reserve des Zweitligisten vorgesehen, doch man konnte sich nicht einigen und so kehrte der jüngere Bruder zweier Geschwister in seine Geburtsstadt zurück und schloss sich dem 1. FC Viersen an.

"Von der gesamten Mannschaft bin ich sehr gut aufgenommen worden und es macht mir sehr viel Spaß", blickt Karakas auf die ersten Monate am Hohen Busch zurück. Doch er will mehr: "Man muss sich Ziele setzen. Aber immer Schritt für Schritt. Mein mittelfristiges Ziel ist es, höher zu spielen." Gemeint ist derzeit die Oberliga oder die Regionalliga. Aus diesem Grund konzentriert sich Karakas momentan ausschließlich auf den Fußball. Und sollte er zum Hinrundenabschluss wieder einen Treffer zum Erfolg des 1. FC Viersen beisteuen können, nähert er sich Schritt für Schritt seinem Ziel.

(RP)