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Handball: Kaldenkirchen verpasst den Sprung

Handball : Kaldenkirchen verpasst den Sprung

Das Top-Trio der Verbandsliga verliert geschlossen seine Spiele – der TSV unterliegt 25:33; Lobberich verliert 22:29.

Das Top-Trio der Verbandsliga verliert geschlossen seine Spiele — der TSV unterliegt 25:33; Lobberich verliert 22:29.

Das spannende Rennen um die Meisterschaft in der Verbandsliga schreibt interessante Geschichten. Alle drei Spitzenteams gingen am fünftletzten Spieltag leer aus. Damit bleibt alles beim Alten. Der TV Lobberich führt die Tabelle weiterhin vor Oppum und Kaldenkirchen an. Die Lobbericher konnten die Steilvorlage, die sie durch die Niederlagen von Kaldenkirchen und Oppum bekommen hatten, gestern Nachmittag in Hüls nicht nutzen. Lobberich verlor 22:29. Der TSV Kaldenkirchen enttäuschte beim 25:33 (13:16) gegen den VfB Homberg auf der ganzen Linie.

Lobberichs Trainer Jurek Tomasik war nach dem Spiel ziemlich sauer. Seine Mannschaft geriet vom 5:6 über 7:9 mit 11:19 in Rückstand. Eine wesentliche Ursache sah er in der Leistung der Unparteiischen. "Normalerweise sage ich zu den Schiedsrichtern nichts, aber wenn sich der Gegner schon bei uns entschuldigt, sagt das viel aus", meinte Tomasik. Lobberich kassierte vor der Pause fünf Zeitstrafen und drei Gelbe Karten, während der Gegner mit einer gelben Karte davon kam. "Sie haben mit ihren Entscheidungen und unterschiedlichen Auslegungen unser Spielsystem kaputt gepfiffen", sagte der Coach.

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Die Lobbericher, allen voran die Rückraumspieler Pasch Föhles und Benedikt Liedtke, hätten viel einstecken müssen. Sie seien am Ende in ihren Aktionen so verunsichert gewesen, dass sie viele Fahrkarten geschossen hätten, meinte der Trainer. Lobberich schaffte zwar, zwischenzeitlich auf 19:23 zu verkürzen. Mehr gelang dem Team jedoch nicht. "Bei dem Ergebnis kann man natürlich sagen, dass wir keinen guten Tag gehabt haben. Am Ende waren wir irgendwie ohnmächtig und Hüls hat eine Trotzreaktion gezeigt", sagte Tomasik.

Beim TSV Kaldenkirchen lief im Spiel gegen den VfB Homberg nicht viel zusammen. Irgendwie war die Luft raus. Das Team geriet von Beginn an ins Hintertreffen. In der Abwehr bekamen die Spieler keinen Zugriff auf den Gegner. In den Offensivaktionen fehlten das Tempo und die Präzision im Abschluss. Die taktischen Varianten, die die Mannschaft während der Woche einstudiert hatte, um die gute offensive Abwehr der Homberger auszuhebeln, konnte der TSV nicht anbringen.

Dafür arbeiteten sich die TSV-Akteure an den Schiedsrichtern ab. "Die Schiedsrichter haben ihren Teil dazu beigetragen, aber an ihnen lag es nicht. Wir haben zu Recht verloren", sagte Trainer Dirk Rahmel. Unter anderem handelte sich der Coach eine Rote Karte ein. Der Funke der Hoffnung, dem Spiel doch noch eine Wende zu geben, glimmte nur ein einziges Mal kurz auf. Mitte der zweiten Hälfte verkürzte der TSV nach einer Umstellung in der Abwehr auf zwei Tore.

Doch die Chancen, die sich das Team danach aus den Ballgewinnen in der Abwehr heraus erarbeitete, wurde allesamt vergeben. "Wenn wir so weiter spielen, holen wir keine Punkte mehr. Bei uns fehlten die letzten zehn Prozent, um so ein Spiel zu drehen", sagte Rahmel enttäuscht.

(wiwo)