Internationales Hochsprung-Meeting der LG Viersen für Familie Gehlen etwas ganz Besonderes

Leichtathletik : Hochsprung-Meeting als Familientradition

Schon seit über 20 Jahren kümmert Georg „Schorch“ Gehlen um die Technik bei der traditionellen Viersener Sportveranstaltung. Inzwischen packen auch seine Frau Angelika sowie die beiden Söhne Sven und Tim mit an.

Das Internationale Hochsprungmeeting ist in Viersen inzwischen eine Institution. Am 7. Juli steht auf dem Kunststoff-Kleinspielfeld an der Löh bereits die 25. Auflage der von der LG Viersen ausgerichteten Veranstaltung auf dem Programm. An dem Tag ist dort die Hölle los. Der Ort wird zum Hexenkessel, wenn die Höhenjäger sich konzentrieren, recken und strecken und dann unter dröhnender oder leiser Musik in die Höhe steigen. Georg Gehlen, auch „Schorsch“ genannt, ist dann zusammen mit Norbert Kaldeberg als technische Leitung einer der wichtigsten Helfer. Eigentlich ist er es auch schon einen Tag davor, dann am Meetingtag, wenn irgendwo etwas hakt. Und auch am Tag danach, wenn alles wieder weggeräumt wird.

Seit über 20 Jahren sorgt Schorsch Gehlen für die Technik: „Wir kümmern uns um alles, was zum Funktionieren des Hochsprungmeetings beiträgt Na klar, das Wichtigste ist der Aufbau der Hochsprunganlage. Die muss so stehen, dass sie am Wettkampftage von der Verbandsaufsicht des Deutschen Leichtathletik-Verbandes ohne Beanstandung abgenommen wird.“ Der Bereich der Aktiven wird ebenfalls eingerichtet, wo sie sich während des Wettkampfes zurückziehen. Vieles ist aber drumherum nur mit einem Team zu regeln. Dazu gehört die Wasser- und Stromversorgung für die Cafeteria und den Getränkestand, der Toilettenwagen für Aktive und Besucher, der Aufbau des Zeltes für den VIP-Bereich und die Versorgung des Publikums. Des Weiteren werden die Absperrgitter aufgestellt, damit sich die Sportler in Ruhe auf ihre Sprünge vorbereiten können.

Am Samstag, 6. Juli, trifft sich das Team zum Aufbau. Das Material ist untergebracht in einem Raum der Mensa des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums, unmittelbar in Nähe des Meetingsortes. Ganz wichtig sind die Hochsprunglatten. „Sechs bis sieben haben wir davon. Jedes Jahr kommen neue hinzu, alte werden ausgemustert“, sagt „Schorsch“ Gehlen, Vater zweier Söhnen. Beide sind auch beim Meeting im Einsatz. Tim Gehlen (29) steht an der Latte und muss genau im Auge behalten, ob sie liegen bleibt und doch noch herabfällt. Sven Gehlen (27) gehörte dem Team Anzeigetafel an, damit die aufgelegte Höhe nach allen Seiten zu sehen ist. „Er ist jetzt für die Musik zuständig, mit der die Springer bei ihren Sprüngen in die Höhe gehen.“ Ihre Mutter Angelika (Kindertrainerin und Sportabzeichen-Abnehmerin der LG Viersen) ist ebenfalls am Tage des Hochsprungmeetings im Einsatz, bei der Kaffee- und Kuchenausgabe darf auch ihre selbstgebackene Torte nicht fehlen.

„Schorsch“ Gehlen selber hat nie Sport betrieben. Mit dem Eintritt des ersten Sohnes in die LG Viersen wurde er Mitglied über den Familienbeitrag. Er wurde schon sehr früh in die Organisation eingespannt. Als der LGV-Gründer Paul Funk noch lebte, da war er schon jedes Jahr beim Feriensportfest und Herbstwaldlauf dabei. „Das sind zwei Traditionsveranstaltungen, bei denen ich auch helfe. Wir bilden die LGV-Familie. Wir Eltern bleiben auch noch dabei, wenn unsere Kinder längst erwachsen sind und nicht mehr aktiv sind. Wir geben so der LG Viersen etwas zurück, die sich jahrelang um unsere Kinder gekümmert hat. Die LGV wird darum von vielen beneidet, weil wir bei der Organisation von Veranstaltungen ein starkes Team bilden.“ Aber was fasziniert „Schorsch“ Gehlen am Hochsprung? „Wenn die Springer mal eben beim Warmspringen einen Satz über zwei Meter machen“, sagt er. Er liebt das Flair und die Ausstrahlung des Meetings, von dem er ein wichtiger Teil ist, damit alles fast nahezu reibungslos abläuft und funktioniert.

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