Fußball : In Goch ist alles möglich

Nach dem 1:0-Sieg beim Niederrheinliga-Saisonstart gegen Solingen reist der 1. FC Viersen nun zum Titelaspiranten Viktoria Goch. Trainer Axel Malchow sieht sich bestätigt, dass die harte Arbeit der Vorbereitung zum Erfolg führt.

Für den 1. FC Viersen hätte der Start in die neue Spielzeit nicht besser laufen können. Im ersten Heimspiel gingen die Viersener als Sieger vom Platz. Begeisterte Zuschauer spendeten Beifall zuhauf. Ein Anblick, den man in den letzten Jahren am Hohen Busch nicht gerade gewohnt war. Und das gegen den letztjährigen Vize-Meister Union Solingen. 1:0 hieß es am Ende des ersten Meisterschaftsspiels unter der Leitung von Trainer Axel Malchow. Ein Einstand nach Maß also. Nicht nur für den neuen Mann an der Seitenlinie.

Wichtige Punkte geholt

Allerdings ist die aktuelle Solinger Mannschaft nicht mit dem Erfolgs-Team des letzten Jahres zu vergleichen. Vielmehr geht es für den Konkurrenten aus der Klingenstadt in dieser Spielzeit wohl nur um den Klassenerhalt. So gesehen verbuchte der 1. FC, der sich vergangene Saison erst am letzten Spieltag rettete, gleich zu Beginn der neuen Saison einen immens wichtigen Dreier gegen einen Konkurrenten.

Überhaupt war es der erste Viersener Sieg zum Saisonauftakt seit der Rückkehr in die jetzige Niederrheinliga. In den Jahren zuvor gab es bestenfalls ein Unentschieden. Trainer Axel Malchow weiß natürlich, dass dies nur eine Momentaufnahme ist. Aber der verdiente Sieg gibt der Mannschaft auch das nötige Selbstvertrauen für die kommende Aufgabe.

Und diese ist wahrlich nicht einfach, geht doch die Reise am Sonntag zu Viktoria Goch. Zweifellos ein Angstgegner für die Rot-Weißen. Viersens letzte Erfolge gegen Goch stammen aus der Saison 2005/2006. Unter der Regie des jetzigen sportlichen Leiters Willi Kehrberg gewann der 1. FC beide Spiele (2:1 in Goch und 1:0 am Hohen Busch). Seitdem konnten zumeist nur die Gocher jubeln. Wie der 1. FC gewannen auch die Gocher ihr erstes Spiel. Beim SC Kapellen-Erft verließen sie den Platz mit einem 2:0 im Gepäck. Den Zuschauern steht also ein spannendes Spiel ins Haus.

Für den Viersener Trainer gehören die Gocher zu den Favoriten auf den Meistertitel. Von den Qualitäten des kommenden Gastgebers konnte sich Malchow beim Spiel in Kapellen selbst überzeugen. Dennoch kann der 1. FC die Fahrt nach Goch recht selbstbewusst antreten. "Die Mannschaft hat sich für fünf Wochen harte Arbeit selbst belohnt. Der Sieg gegen Solingen war eine Bestätigung", will Malchow den aber Erfolg nicht überbewerten. Doch er sieht seine These bestätigt, dass nach harter und intensiver Arbeit alles möglich ist. Auch in Goch.

Die Tatsache, dass viele der sogenannten Experten den 1. FC zu den Abstiegskandidaten zählen, lässt den ehemaligen Torwart kalt: "Damit kann ich sehr gut leben. Übrigens hat mit mir niemand darüber gesprochen."

Personell kann Malchow aus den Vollen schöpfen. Bislang gab es keine Verletzten zu beklagen. Und so ist auch in Goch davon auszugehen, dass die Rot-Weißen um Torjäger Nando Di Buduo alles versuchen werden, um für eine Überraschung zu sorgen. Das wäre dann der nächste Paukenschlag des 1. FC.

(RP)