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Im Urlaub in den Tennissport verliebt

Im Urlaub in den Tennissport verliebt

Tennis Ein harmloser Urlaubsflirt bleibt meist eine schöne Erinnerung. In seltenen Fällen jedoch entwickelt sich der Flirt zur großen Liebe. So war es auch bei Birgit Dohmen. Sie fand dort nicht den Mann fürs Leben, sie fand dort den Sport fürs Leben: den Tennissport. Das war vor mehr als 16 Jahren. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Dohmen eher etwas übrig für Fußball, doch da sich ihre Damenmannschaft auflöste und sie so viel Spaß am Tennis entwickelte, begann sie regelmäßig donnerstags in der Tennishalle in Amern zu spielen. "Aus Jux und Dollerei", wie sie es nennt. "Das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Und eines Tages wurde ich angesprochen, ob ich nicht Medenspiele bestreiten wolle", erinnert sich Dohmen. Sie wollte. Die 50-Jährige zögerte nicht lange und trat 1993 dem Niederkrüchtener TC bei. "Ich war gut, aber meine Nerven versagten leider häufig."

Das kann auch die Geschäftsführerin des NTC, Martina Cohnen, bestätigen. "Sie führte häufig im zweiten Satz 5:2, bekam dann aber das große Flattern und verlor dann aber denkbar knapp nach drei Sätzen." Dohmen war sogleich sehr beliebt und wurde 1998 Sportwartin des Vereins. Im Jahr 2000 übernahm sie den Posten der 1. Vorsitzenden, den sie am vergangenen Freitag bei der Jahreshauptversammlung an Ralf Overhage übergeben hat. Nun ist sie 2. Vorsitzende und Sportwartin. "Nach so langer Zeit schadet frischer Wind nicht. Es gibt ja leider zu wenige Leute, die Dinge noch ehrenamtlich erledigen", sagt sie. Für ihre Herzensangelegenheit nahm sie stets jegliche Mühen gerne auf sich.

Zahlreiche neue Impulse

Als sie anfing, gab es keine Toiletten oder eine eigene Umkleidekabine für die Tennisspieler. Die Spieler und Spielerinnen mussten um die ganze Anlage zu den Umkleiden des Fußballvereins laufen, um sich umzuziehen. Also organisierte sie ein großes Tennisturnier, dessen Erlöse sie an den Verein weitergab, der somit eigene Kabinen und Toiletten finanzieren konnte. Das sollte jedoch nicht ihr einziges Verdienst bleiben. Sie setzte zahlreiche neue Impulse. "Ich schrieb Schulen an und führte das Schultennis ein", so Dohmen. Auch Schnupperkurse werden monatlich angeboten. "Die Jugendlichen sollen sich wieder bewegen, anstatt vor dem Computer zu sitzen", sagt Dohmen.

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Sie hat mit ihrer Freundin Martina Cohnen großen Anteil daran, dass "etwa ein Drittel der Mitglieder Jugendliche sind", sagt Dohmen. Es fehle zurzeit an Vorbildern für die Jugendlichen. "Zu Zeiten von Steffi Graf und Boris Becker war die Begeisterung für den Sport größer", sagt Dohmen, die aber dennoch positiv in die Zukunft blickt. Ihr größter Wunsch für die Zukunft: "Reichlich Zuwachs natürlich, aber auch, dass die Geselligkeit, der Austausch und das familiäre Verhältnis aller Mitglieder erhalten bleiben". Damit auch bei anderen aus dem Urlaubsflirt eine echte Liebe wird.

(RP)