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Leichtathletik: Hochsprungmeeting auf der Löh: Der Rekord soll fallen

Leichtathletik : Hochsprungmeeting auf der Löh: Der Rekord soll fallen

Der Traditionswettkampf in Viersen feiert am 20. Juli Jubiläum. Talente aus der Region messen sich mit internationalen Top-Springern.

Jubiläum auf der Löh: Am Sonntag, 20. Juli, ist zum 20. Mal das internationale Viersener Hochsprungmeeting. "Ziel ist es, den seit 2006 gehaltenen Meetingrekord von 2,31 Metern zu knacken", sagt Meetingdirektor Detlef Vieth. Seitdem sind in Viersen schon Olympiasieger, Welt-, Europa- und Landesmeister, die besten deutschen Hochspringer sowie der regionale Nachwuchs in einem Eintages-Event an den Start gegangen.

In 19 Jahren wurden 20 000 Zuschauer gezählt. Persönliche Bestleistungen beim Nachwuchs und den Männern, Landesrekorde für Ägypten, Botswana und Weißrussland, ein Senioren-Europarekord und zahlreiche Qualifikationsnormen sprangen die Höhenjäger in Viersen. Vieth hat schon etliche Hochspringer auf der Starterliste stehen. Er gibt jungen deutschen Hochspringern in der Kreisstadt wieder eine Chance.

Dazu gehört der 20-jährige Deutsche U23-Meister Thorsten Sanders (Wesel), der mit 2,17 Metern zu Buche steht, wie auch den bereits für die Europameisterschaften in Zürich nominierten Zehnkämpfer Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied). Er kommt mit 2,15 Metern nach Viersen. In einem reinen Hochsprungwettbewerb will er sich auf die EM vorbereiten und von den Spezies mit hochgezogen werden.

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Das Meeting ist für andere Springer aus dem Deutschen Leichtathletik-Verband die Generalprobe eine Woche vor den Deutschen Meisterschaften in Ulm: Mateusz Przybylko (Bayer Leverkusen) hat 2,22 Meter stehen, Martin Günther (LG Frankfurt) kommt als Team-Europameister des DLV-Teams mit 2,19 (ist aber schon vor zwei Jahren in der Halle 2,30 gesprungen). Sein Comeback feiert Raúl Spank (LG Nord-Berlin), der schon 2,33 Meter gesprungen ist. "Er war letztes Jahr verletzt. Er soll sehr gut drauf sein und will sich in Viersen für die Europameisterschaft in Zürich qualifizieren", sagt Vieth. Spank sagte über den Hochsprung: "Die Höhenjagd im Grenzbereich ist ein Mix aus Psychologie, Taktik, Kraft und Eleganz."

Da Vieth drei A-Kader-Athleten am Start hat, ist seine Veranstaltung automatisch ein Qualifikationsmeeting für die Deutschen. Kabelo Kgosiemang (Botswana), der schon 2,34 Meter gesprungen ist, und Fernand Djoumessi (Kamerun), der 2,28 Meter stehen hat, reisen bereits Mitte Juli zu den Commonwealth Games im schottischen Glasgow. Beide sprangen dieses Jahr schon 2,28 Meter. Ihr Einsatz ist dort erst am 27. Juli. "Da gibt es noch Gespräche mit den Verbänden", sagt Vieth.

Zwei polnische Top-Hochspringer haben sich angekündigt. Silwester Bednarek, der vor zwei Jahren 2,32 Meter sprang, ist wieder im Kommen mit derzeit 2,25. In Viersen will er 2,28 Meter springen, um in Zürich teilnehmen zu können. Schon einmal in Viersen war Wojtek Theiner, der 2,31 und 2,32 Meter schon gesprungen und derzeit die Nummer zehn in der Welt ist.

Ablauf Um 13 Uhr startet der Nachwuchs-Cup und um 15 Uhr der Hochsprung der Männer.

(off)