Herren des TV Lobberich nach dem Heimsieg gegen den Bergischen HC II

Handball-Oberliga : TV Lobberich kann noch gewinnen

Die Lobbericher Oberliga-Handballer setzten sich gegen den Bergischen HC II daheim 29:25 durch. Damit sicherten sie sich zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Erleichterung war der Mannschaft des TV Lobberich anzusehen. Nach dem 29:25 (15:11)-Erfolg gegen den Bergischen HC II, im übrigen der erste Sieg im Jahr 2019, rissen die Spieler des Gastgebers die Arme in Höhe, schrieen ihre Freude heraus und sprangen ausgelassen über das Spielfeld. Endlich wurden sie für ihre Mühen der vergangenen Wochen belohnt und sicherten sich zudem noch zwei extrem wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Zur Belohnung gab es auch direkt nach dem Spiel ein Kabinenfest, wo dann ausgelassen weitergefeiert wurde.

Wie im Vorfeld befürchtet worden war, verstärkten sich die Gäste. So war Alexander Weck, der normalerweise in der Bundesliga-Mannschaft der Oberbergischen spielt, mit zehn Toren auch gleich der erfolgreichste Werfer seiner Mannschaft. Allerdings ließen sich die Hausherren davon nicht großartig beeindrucken und fanden recht gut in das Spiel. Die Abwehr präsentierte sich sehr sattelfest oder konnte sich auf den extrem starken Matthias Hoffmann im Tor verlassen. Dadurch ergaben sich viele Möglichkeiten, den Gegner mit Tempo unter Druck zu setzen. Und gerade mit dem erweiterten Tempogegenstoß war Lobberich in der ersten Halbzeit sehr erfolgreich. Stark auch, wie die Gastgeber ihre Überzahlsituationen nutzten, wo sie fast immer die richtigen Entscheidungen trafen.

Nach dem Seitenwechsel fiel der TVL dann zwar in ein kleines Loch, und der BHC II kam bis Mitte der zweiten Hälfte noch einmal bis auf zwei Tore heran. In einer Auszeit „nordete“ Spielertrainer Christopher Liedtke seine Mannen dann noch einmal richtig ein. So steckten sie nicht die Köpfe in den Sand oder waren etwa verunsichert, nein, sie erhöhten nochmals das Tempo und traten mit einem nicht für möglich gehaltenem Selbstbewusstsein auf. Einziger Wermutstropfen war in der 53. Minute die Rote Karte für den stark aufspielenden Jan von Eycken, der einen Gegner beim Tempogegenstoß leicht zur Seite drückte und dafür vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde.

„Das hat die Mannschaft sich heute mehr als verdient“, sagte Spieltrainer Christopher Liedtke unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Ich fand, dass wir Alexander Weck eigentlich noch ganz gut im Griff hatten. Er hat zwar zehn Tore geworfen, dafür gelang es ihm aber nicht, seine Mitspieler entscheidend in Szene zu setzen, da haben wir in der Abwehr die richtigen Mittel gefunden und wirklich stark gearbeitet. Es war auch besonders wichtig, dass wir nicht eingebrochen sind, als der BHC noch einmal aufholte. Die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen und sich die Osterpause verdient.“

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