Fußball : Heinz Vossens Rückkehr

Der 39-Jährige wird ab Sommer neuer Trainer des Landesligisten SC Union Nettetal. Damit löst der ehemalige Bundesliga-Profi Georg Mewes ab. Dessen erfolgreiche Arbeit soll er nun fortsetzen.

Heinz Vossen wird bald viel Benzin sparen. Genauer gesagt: ab Sommer. Bislang fährt der 39-Jährige mindestens viermal pro Woche ins 60 Kilometer entfernte Geilenkirchen, um dort den Landesligisten zu trainieren. Diese Mission geht noch bis Anfang Juni. Ab dann hat Vossen eine neue Aufgabe: Er wird Trainer des SC Union Nettetal und somit Nachfolger von Georg Mewes.

„Bis zum Stadion kann ich das Auto sogar stehen lassen“, sagt der Breyeller. „Mit dem Fahrrad wären es nur fünf Minuten.“ Für Vossen ist es eine Rückkehr zu seinem Heimatverein. „Ich kenne die Anlage seit meiner Jugend“, sagt der Mann, der schon als Kind für Union Breyell gespielt hat. „Das ist mein Verein, da komme ich her.“

Wie verbunden Vossen dem SC Union ist, beweist folgendes: Nachdem er binnen drei Jahren vom A-Jugendspieler in Breyell über Stationen in Dülken und Rheydt zum Bundesliga-Spieler bei der SG Wattenscheid aufgestiegen ist, fuhr Vossen nach seinem ersten Bundesliga-Spiel zurück nach Breyell – um beim Sommerfest der Nettetaler dabei zu sein.

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Unions erfolgreichster Fußballer

Für Dirk Riether ist das Engagement Vossens eine logische Folge der Entwicklung des Trainers. „Er ist der erfolgreichste Fußballer, den unsere Jugend jemals hervorgebracht hat“, weiß der Abteilungsleiter auch um die Vorbildfunktion Vossens für den eigenen Nachwuchs. Nach Ende seiner Profi-Laufbahn kehrte Vossen schon einmal zum SC Union zurück – als Spieler und Co-Trainer von Peter Mentzel. „Nun hat er sich bei seinen ersten Trainer-Stationen verdient gemacht“, sagt Riether.

Nachdem Vossen den TSV Kaldenkirchen in der Bezirksliga betreut hatte, folgte im vergangenen Sommer zunächst ein Intermezzo beim Liga-Konkurrenten Fortuna Mönchengladbach („Da wurden Zusagen aber nicht eingehalten“, so Vossen) und der Wechsel zum Verbandsliga-Absteiger FSV Geilenkirchen-Hünshoven. Mit dem kämpft er gerade um den Klassenverbleib. „Ich habe meine Zusage gegeben, dass ich bis Sommer alles versuche, den Abstieg zu verhindern“, sagt Vossen. „Daran halte ich mich.“

In Nettetal wird das Ziel des neuen Trainers ein anderes sein. Zum einen soll er den Weg, den Georg Mewes in den vergangenen beiden Jahren mit attraktivem Fußball und jungen Spielern eingeschlagen hat, fortführen. „Dafür ist er als junger und frischer Trainer genau der richtige Mann“, sagt Riether, der die Personale bereits am vergangenen Donnerstag fix gemacht hat. Zum anderen soll Vossen die Mannschaft mittelfristig zurück in die Verbandsliga führen. „Das ist für die nächsten Jahre ein Ziel“, verrät der Trainer.

Aktuell hat der Tabellenvierte bei einem Spiel mehr fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer SV Straelen. Ein Ergebnis der Arbeit von Georg Mewes. „Wir sind ihm sehr dankbar, dass er uns nach vorne gebracht hat“, sagt Riether. Vossen soll die erfolgreiche Arbeit nun fortsetzen.

(RP)