Hattrick für Dimitrios Touratzdidis vom SC Union Nettetal gegen den FSV Duisburg

Spieler des Tages : Ein junger Stürmer mit hohen Zielen

Dimitrios Touratzdidis gelang beim Fußball-Oberligisten SC Union Nettetal in elf Minuten ein Hattrick.

Es gibt Tage, die sollten niemals enden. So einen erlebte Dimitrios Touratzidis am vergangenen Samstag. Erst in der 69. Minute der Oberliga-Partie des SC Union Nettetal gegen den FSV Duisburg eingewechselt, erzielte der Stürmer innerhalb von gerade einmal elf Minuten einen lupenreinen Hattrick und bescherte seinem Team damit die ersten drei Punkte im neuen Jahr. „Natürlich tut mir das auch persönlich gut, aber in erster Linie freut es mich für das Team“, sagt der 22-Jährige.

Dass Touratzidis in dieser Saison das Trikot der Nettetaler tragen würde, war zu Beginn der Vorbereitung überhaupt nicht abzusehen, denn zu diesem Zeitpunkt trainierte er mit dem Regionalliga-Aufsteiger SV Straelen – Präsident Hermann Tecklenburg höchstpersönlich hatte ihn von einem Wechsel aus den Niederlanden überzeugt. Doch als sich nach und nach abzeichnete, dass der geborene Grieche eher eine untergeordnete Rolle spielen würde, entschloss er sich zu einem Wechsel an die Christian-Rötzel-Kampfbahn. „Ich glaube, das war der beste Schritt für mich. Ich wollte so hoch wie möglich spielen“, erklärt er.

Das tut Touratzidis in Nettetal zwar, pflegt jedoch eher ein Joker-Dasein: In elf von 18 Einsätzen kam er von der Bank. Der beidfüßig starke Angreifer geht professionell mit der Situation um: „Der Trainer trifft die Entscheidungen und wir Spieler müssen diese respektieren. Vor Samstag hatte ich nicht trainiert, weil ich im Heimaturlaub in Griechenland war. Da war es klar, dass ich nicht von Beginn an spielen würde. Aber wenn ich eingewechselt werde, dann möchte ich zeigen, was ich kann.“ Angesichts seiner drei Treffer am Wochenende lässt sich getrost sagen, dass er das geschafft hat.

Das Ende der Fahnenstange soll der Dreierpack, der sein Torkonto auf sieben erhöht, aber noch nicht sein. „Ich möchte mehr als zehn Tore schießen“, verrät Touratzidis. Das große Ziel sei aber der Klassenerhalt in der Oberliga: „Alle Jungs kämpfen Tag für Tag und Spiel für Spiel dafür und deshalb haben wir es verdient.“

Und danach? Für den 1,80 Meter großen Mittelstürmer ist die Zukunft noch ungewiss. Seit er seine Heimat im Jahr 2014 verließ, wohnt und arbeitet er in der niederländischen Grenzstadt Venlo. Bevor er nach Straelen und danach nach Nettetal wechselte, spielte er in den Niederlanden beim Sechstligisten SV Venray. Da bieten sich natürlich einige Möglichkeiten für den jungen Stürmer. „Das ist richtig, es gibt in meinen Augen einige interessante Klubs in der Gegend. Am Ende möchte ich so hoch wie möglich spielen“, erklärt Touratzidis.

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