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Handball: Zwischenbilanz zu TSV Kaldenkirchen und Turnerschaft Lürrip

Handball : Zwischen Weiterentwicklung und Stagnation

Während der TSV Kaldenkirchen zu Beginn der Verbandsligasaison gut gepunktet hat, war der Start der Turnerschaft Lürrip etwas holprig – bei allerdings auch starken Gegnern.

Nach knapp einem Fünftel der Saison ist eine erste Tendenz für den TSV Kaldenkirchen und die Turnerschaft Lürrip zu erkennen. Allerdings: Manche Vorstellungen deuten auf eine Weiterentwicklung hin, doch mitunter stagnieren die Leistungen der hiesigen Verbandsliga-Vertreter noch. Eine erste Zwischenbilanz.

Die junge Kaldenkirchener Mannschaft hat bereits in der vergangenen Spielzeit positiv überrascht und mit dem fünften Platz in der Abschlusstabelle ein Ausrufezeichen gesetzt. Als Ziel für die neue Saison hatten die Verantwortlichen die Weiterentwicklung des Teams und ein Festsetzen in den oberen Tabellenregionen ausgegeben. Bis dato scheint alles nach Wunsch zu laufen, mit 6:2 Punkten belegen die Schützlinge von Trainer Volker Hesse momentan Rang vier. Vor dem vergangenen Wochenende führte der TSV sogar die Tabelle an, musste dann aber die erste Niederlage einstecken. Letztlich war die mangelnde Cleverness der ausschlaggebende Faktor beim 24:25 gegen den Aufstiegsaspiranten TV Kapellen. Allerdings ist das beim niedrigen Durchschnittsalter des TSV-Kaders nicht verwunderlich: Vier Spieler bestreiten erst ihre zweite Saison im Seniorenbereich.

Die einzelnen Mannschaftsteile betrachend, ist die Abwehr sicherlich das Prunkstück. Wie auch in Kapellen geben die Kaldenkirchener keine Partie verloren und treten immer mit sehr viel Emotionen auf. Natürlich möchte jeder gerne spielen, doch das Teamgebilde ist äußerst homogen. Gelungene Aktionen werden von jedem Spieler auf der Auswechselbank bejubelt. Mittlerweile sind auch drei Deckungsvarianten einstudiert worden, die auch ohne Qualitätsverlust praktiziert werden können.

Im Angriff sind noch Defizite zu erkennen. Teilweise fehlt die nötige Geduld, so werden entweder falsche Entscheidungen getroffen oder überhastete Würfe genommen. „Mit der Entwicklung und dem Auftreten der Mannschaft bin ich absolut zufrieden“, sagt Hesse. „Wir sind in dieser Saison breiter aufgestellt, so dass auch Ausfälle kompensiert werden können. Allerdings hat man auch in Kapellen gesehen, dass es noch nicht reicht, um ganz oben mitzumischen.“ Samstag erwartet der TSV den TD Lank, der nach einem missglücktem Start wieder in Form gekommen zu sein scheint.

Etwas anders stellt sich die Situation bei der Turnerschaft Lürrip dar. Nach dem souveränen Durchmarsch durch die Landesliga 2019 sowie dem zehnten Rang in der vergangenen Saison wurde nun als Ziel die Etablierung in der Verbandsliga ausgegeben. Das ist sicherlich zu schaffen, doch der Weg nach oben erscheint sehr steinig. Zwei Siege und drei Niederlagen sind die momentane Ausbeute. Die Niederlagen gab es gegen Aldekerk II, Vennikel und St. Tönis, die momentan das Spitzentrio bilden. Ein Faktor zu Saisonbeginn war sicherlich das Verletzungspech, aber davon sind andere auch nicht verschont worden.

Sorgen um den Klassenverbleib braucht sich in Lürrip wohl niemand zu machen, dafür sind die Kellerkinder Königshof II und Neukirchen wohl zu schwach. Allerdings sind bis dato zwei Dinge nicht wie gewünscht gelaufen: Die TSL offenbart immer wieder Schwächen im Deckungsverband und hat nach den beiden Tabellenletzten die meisten Gegentreffer kassiert. Zudem schafft es die Mannschaft von Spielertrainer Robert Bosnjak nicht, die Konzentration über die gesamte Spielzeit hochzuhalten. So fällt sie in den letzten zehn Minuten immer wieder leistungsmäßig ab. „Das ist sehr ärgerlich“, sagt Bosnjak. „Uns fehlt am Ende die geistige Frische. So belohnen wir uns nicht für den Aufwand, den wir zuvor betrieben haben.“ Am Sonntag gastiert Lürrip in Hüls.