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Handball-Oberligist TV Lobberich zum Rückrundenstart beim LTV Wuppertal

Handball-Oberliga : Harte Prüfung zum Rückrundenstart

Für die Oberliga-Handballer des TV Lobberich geht’s am Samstag zum LTV Wuppertal. Der ehemalige Bundesligist ist derzeit Tabellennachbar des stark aufspielenden Aufsteigers aus Nettetal, hat aber deutlich höhere Ambitionen.

Nach der langen Winterpause kribbelt es den Handballern wieder in den Fingern. Am Samstag beginnt für den TV Lobberich die Rückrunde in der Oberliga. Und das gleich mit einer ausgesprochen anspruchsvollen Aufgabe. Die Lobbericher treten beim Tabellennachbarn LTV Wuppertal an.

Das Duell des Tabellenvierten gegen den Tabellenfünften ist auch ein Vergleich zweier Vereine mit unterschiedlichen Ambitionen. Der einstige Bundesligist aus Wuppertal strebt nach den Abstiegen bis in die Verbandsliga wieder die Zugehörigkeit zu höhere Ligen an. 2017 gelang dem LTV der Aufstieg in die Oberliga. In dieser Spielzeit scheint es - jedenfalls nach Abschluss der Hinrunde - schwierig, die Spitzenposition zu erreichen. Wuppertal startet mit einem Rückstand von sechs Punkten auf Tabellenführer DJK Unitas Haan in die Rückrunde. Die Lobbericher sind im vergangenen Sommer gerade erst aufgestiegen und wollen sich in der Oberliga bestmöglich verkaufen. Das ist der Mannschaft um Christopher Liedtke bisher hervorragend gelungen.

Die Lobbericher liegen nur einen Punkt hinter den Wuppertalern zurück. „Wir wissen, dass es in der Rückrunde für uns schwieriger wird. Die Gegner kennen uns jetzt und wissen um unsere Stärken“, meint Liedtke zu wissen. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Lobbericher diese Herausforderung nicht annehmen. Im Gegenteil, auch aus Wuppertal möchten sie nicht mit leeren Händen heimkehren. „Die Wuppertaler hatten zum Ende der Rückrunde ein paar Verletzungsprobleme. Jetzt kehren mindestens zwei Spieler wieder zurück. Wir müssen auf den Rückraum mit Florian Hinkelmann und Sebastian Pagel aufpassen. Außerdem haben sie auch gute, schnelle Außen“, berichtet Liedtke. Das erfordert von den Lobberichern höchste Aufmerksamkeit in den Offensivaktionen, um Ballverluste zu vermeiden. „Wir müssen schnell in den Rückzug, in unsere Abwehrformation kommen“, erklärt Liedtke.

Anschauungsunterricht allererster Qualität liefert derzeit die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. „Da sieht man ganz gut, wie man es macht. Die spielen eine überragende Abwehr“, sagt Liedtke, der sich am Mittwoch in Köln das Spiel der Deutschen gegen Spanien anschaute. Aus der eigenen Abwehr wollen die Lobbericher über die zweite Welle oder die Konzepte im gebundenen Angriff die Nahtstellen angreifen. „Das wird nicht einfach. Wuppertal hat gegen Remscheid gewonnen und gegen Mönchengladbach unentschieden gespielt“, sagt der Coach des TV Lobberich. Immerhin hat er in der Rückrunde einen Spieler zusätzlich im Kader. In Wuppertal feiert Bennett Hoffmanns sein Meisterschaftsdebüt für Lobberich. Der A-Jugendliche, der für die HSG Homberg-Rheinhausen in der Regionalliga spielt, ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet.