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Handball: Marcel Schatten verlässt nach 25 Jahren den TV Lobberich

Neuer Handball-Coach bereits gefunden : Deshalb verlässt Schatten den TV Lobberich nach 25 Jahren

Der 27-jährige Marcel Schatten ist seit einem Vierteljahrhundert Teil des TV Lobberich. Zuletzt trainierte er die Oberliga-Mannschaft der Damen. Nun wird er den Verein verlassen.

TV Lobberich verliert mit Marcel Schatten einer seiner Galionsfiguren. Der 27-Jährige ist seit 25 Jahren im Verein, wofür er im August bei der Jahreshauptversammlung auch noch geehrt wird. Im Verein war er in verschiedenen Funktionen aktiv. Zunächst als Spieler, dann noch für kurze Zeit als Schiedsrichter und hauptsächlich als Trainer, wo er viele seiner Schützlinge weiterentwickelt hat. Angefangen im männlichen Jugendbereich wechselte er später zu den Damen und war in den letzten sechs Jahren für die in der Oberliga spielende erste Frauenmannschaft des TVL verantwortlich. Zwischenzeitlich erwarb Schatten noch die C- und B-Lizenz des Deutschen Handballbundes.

Schatten arbeitet, studiert und wohnt in Dortmund. Sein Studium in den Fächern Sport und Sozialwissenschaften steht kurz vor dem Abschluss. Zudem arbeitet er für die Technische Universität Dortmund im sogenannten „Pausen-Express“. Dort bietet er Sport für alle Angestellten der Hochschule an. Von Dortmund nach Lobberich sind es ziemlich genau 100 Kilometer, was letztlich auch den Ausschlag für seine Entscheidung gab. „Das waren jede Woche 600 Kilometer und jeweils anderthalb Stunden Fahrzeit und das war schon ein immenser Aufwand“, betont Schatten. „Es war eine Entscheidung Bauch versus Kopf. Der Bauch sagte, bleib doch in Lobberich und der Kopf sprach dagegen und behielt letztlich die Oberhand.“ Er wird dem Handball jedoch treu bleiben und trainiert in der nächsten Saison den Frauen-Verbandsligisten DJK Westfalia Hörde. „Es ist schon ein Unterschied, ob du zehn Minuten oder 90 Minuten bis zum Training benötigst.“

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Der Abschied ist ihm alles andere als leicht gefallen. „Es war eine schöne und intensive Zeit in Lobberich und ich möchte keinesfalls ausschließen wieder zurückzukommen“, so Schatten. „Gerade in meinen jungen Jahren wurde ich immer positiv von allen Seiten des Vereins unterstützt. Doch letztlich war es klar, dass dieser Schritt gemacht werden muss und für meine weitere Entwicklung ist das auch immens wichtig“, glaubt der Übungsleiter. „Es waren tolle Jahre, von denen ich keine einzige Minute missen möchte. Nach dieser langen Zeit war die Beziehung zur Mannschaft schon intensiv, zumal ich viele Spielerinnen auch schon zuvor kannte. Viele Mädels aus der eigenen Jugend konnten integriert werden. Zwar verließ die eine oder andere Spielerin den Verein, um höherklassiger zu spielen. Die meisten davon haben sich auch durchgesetzt, was mich mit Stolz erfüllt. Abschließend möchte ich mich noch beim Verein, der Mannschaft und den Fans für eine extrem schöne Zeit bedanken, die ich niemals vergessen werde.“

Ein Nachfolger für Schatten ist auch bereits gefunden. André Riesz wird der neue Verantwortliche auf der Lobbericher Kommandobrücke. Erst kürzlich zog er mit seiner Familie aus Frankfurt, wo er bereits als Trainer im Frauenbereich aktiv war, nach Nettetal und tritt in die Fußstapfen von Marcel Schatten.