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Leichtathletik: Hahn ist die Nummer eins

Leichtathletik : Hahn ist die Nummer eins

Der Waldnieler Langstreckenläufer gilt als eines der größten Leichtathletiktalente hierzulande. 2012 wechselt er zu den Männern – Olympia kommt für den 23-Jährigen aber noch zu früh.

Der Waldnieler Langstreckenläufer gilt als eines der größten Leichtathletiktalente hierzulande. 2012 wechselt er zu den Männern — Olympia kommt für den 23-Jährigen aber noch zu früh.

Alexander Hahn vom OSC Waldniel wurde bei den Junioren U 23 Deutscher Vizemeister im Crosslauf und Dritter bei den Deutschen Junioren Meisterschaften über 5000 Meter. Umso mehr freut es ihn, dass er die Deutsche Bestenliste der Junioren über 3000 Meter mit seiner neuen Bestzeit von 8:05,18 Minuten anführt. Diese Zeit ist für ihn ein guter Einstieg in die Männerklasse. Dort rangiert er damit auf Platz sechs.

Rekord nach zehn Jahren geknackt

Mit einer weiteren Bestzeit, einer wertvolleren wegen der klassischen Streckenlänge, nimmt der diesjährige U 23-EM-Teilnehmer über 5000 Meter mit 13:56,12 den zweiten Platz ein (4. bei den Männern). Über zehn Kilometer Straße lief er mit 29:27 Minuten einen tollen Kreisrekord (Junioren-Dritter und Männer-Sechster), wobei er die zehn Jahre alte Bestmarke von Christian Fischer (Bayer Uerdingen) um 13 Sekunden unterbot.

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Für die Männerklasse hat sich Alexander Hahn, der in diesem Jahr in seinem Verein "Sportler des Jahres" wurde, viel vorgenommen: "Ich will zu den Europameisterschaften in Helsinki. Da muss ich eine Qualifikation von 28:45 Minuten laufen, die machbar wäre." Beinahe wäre er in diesem Jahr zu den Crosslauf-Europameisterschaften gefahren. Aus dem Qualifikationslauf im niederländischen Tilburg wurde aber nichts: "Da hatte ich Probleme mit der Wade."

Die Olympischen Spiele im kommenden Jahr kommen für ihn noch zu früh: "Vielleicht wäre das ein Ziel für 2016." Alexander Hahn, der als eines der größten Langstrecken-Talente Deutschlands gehandelt wird, weiß auch: "Meine Leistungen müssen stabil werden. Die Trainingsumstellung braucht ihre Zeit." Er machte oftmals in diesem Jahr die Erfahrung: "Am Ende fehlte mir die Luft."

Der Anfang des Jahres von Bayer Leverkusen zum OSC Waldniel gewechselte Hahn nimmt sich für künftige Rennen viel vor: "Ich muss mein Training im Wettkampf noch besser umsetzen." Er trainiert bei dem niederländischen Erfolgstrainer Carel van Nisselroy sowohl in Waldniel auf der neuen 400-Meter-Kunststoffbahn im Dr. Ernst van Aaken Stadion als auch jenseits der Grenze mit dem niederländischen Spitzenläufer Patrick Stitzinger. "Diesen Kontakt knüpfte seinerzeit der Brüggener Laufexperte Dietmar Groß und bringt bei meinem intensiven Training den Erfolg."

Hahn verriet in der Vereinszeitung, dass er eine große Schwäche hat: "Ich nehme keine Rücksicht auf Wetterbedingungen. Egal, ob Sonne, Regen oder Schnee: Drei-Minuten-Tempo ist Drei-Minuten-Tempo." Und er läuft, weil es seine Lebenseinstellung ist. Er will wissen: "Wo sind meine Grenzen?"

Weitere Platzierungen in der Deutschen Juniorenbestenliste, Juniorinnen, 5000 m: 27. Sarah Schönbrodt (OSC Waldniel) 17:52,11. 10 km: 31. Sarah Schönbrodt 37:27. Weitsprung: 30. Katrin Braue (16 Jahre, TSV Kaldenkirchen) 5,93. Frauen, 10 km Mannschaft: 39. OSC Waldniel mit Silke Bommes (39:27), Alexandra Schwartze (39:57) und Vi Scholzen (43:41).

(off)