Gunnar Mitzner von Athletik Waldniel bei Marathon in Köln schnell unterwegs

Sportler der Woche : Nach einer Verletzung wieder in der Spur

Der Niederkrüchtener Gunnar Mitzner überzeugte wie schon 2016 beim Marathonlauf in Köln.

Bei Gunnar Mitzner von Athletik Waldniel läuft es wieder sehr gut über die Marathondistanz. Kürzlich war beim Köln-Marathon die Zahl 55 sogar seine Glückszahl. Gunnar Mitzner lief die 42,195-Kilometer-Distanz in 2:55:55 Stunden, erreichte damit den Gesamtplatz 55 und gewann seine Altersklasse der über 55-Jährigen.

Ein Jahr hatte der 56-Jährige wegen einer Verletzung mit dem Lauftraining aussetzen müssen, jetzt kann er wieder regelmäßig die Schuhe schnüren. Beim Santander-Marathon in Mönchengladbach war sein erster Start in dieser Saison, dabei blieb er als M55-Sieger mit 2:59:26 Stunden unter drei Stunden. „Jetzt stand eine intensive Vorbereitung dahinter. Ich musste echt daran arbeiten, um wieder heran zu kommen“, sagt der Niederkrüchtener Gunnar Mitzner. Der einstige 10.000-Meter-Kreismeister machte 2016 in Köln auf sich aufmerksam, als er nach einem halben Jahr Training die starke Zeit von 2:55:02 Stunden lief und dabei 610 Läufer der Altersklasse der über 50-Jährigen hinter sich ließ. Bei seinem erneuten Start in der Domstadt hatte er mehr als 260 Läufer seiner Altersklasse M55 im Rücken und lief dabei wie 2016 4:10 Minuten pro Laufkilometer.

Nach einer Karriere als Triathlet pausierte er zwanzig Jahre und trat kürzer: Der Beruf ging vor. Heute arbeitet er ein erfolgreicher Foto-Designer. Vor neun Jahren fing er wieder an, Sport zu treiben. „Um etwas für die körperliche Fitness und Gesundheit zu tun“, erklärt Mitzner. Der damals 47-Jährige startete mit drei Kilometern Laufen und steigerte allmählich und kontinuierlich sein Trainingspensum. Er lief Halbmarathon und Zehn-Kilometer-Läufe im Wettkampf.

2014 absolvierte der 52-Jährige in der zweiten Sportkarriere seinen ersten Marathon in Berlin im Seniorenalter in 3:33 Stunden: „Dann leckte ich Blut und fand für mich heraus: Es geht noch schneller.“ Ein Jahr später lief er wiederum in der Bundeshauptstadt: 3:11 Stunden. Dass es noch flotter geht, zeigt er nun als 56-Jähriger: „Da steckt noch mehr drin. Mein Ziel ist als 57-Jähriger unter 2:55 Stunden zu laufen.“