Fußball: Großer Zusammenhalt als Plus des ASV Süchteln im Titelrennen

Fußball : Großer Zusammenhalt als Plus des ASV Süchteln im Titelrennen

Nach drei Jahren Abstinenz kehren die Süchtelner in die Fußball-Landesliga zurück. Erst am letzten Spieltag fingen sie die DJK/VfL Giesenkirchen ab.

Viersen Eine Relegation ist im Fußball immer mit vielen Emotionen verbunden. Egal, ob es sich um die Bundesliga oder eben um die Bezirksliga handelt. Eine schmerzliche Erfahrung musste im vergangenen Jahr noch der ASV Süchteln damit machen, als er in den Aufstiegsspielen am Sprung in die Landesliga scheiterte. Und auch in der kürzlich beendeten Saison standen die Süchtelner erneut vor dem Gang in die Relegation, ehe am letzten Bezirksliga-Spieltag der Konkurrent aus Giesenkirchen doch noch abgefangen und die Meisterschaft sowie der damit verbundene Aufstieg perfekt gemacht werden konnte. Damit ist der ASV nach drei Jahren Abstinenz zurück in der Landesliga.

"Es ist weiterhin ein super Gefühl. Die Jungs haben auf vieles verzichtet, um am Ende Meister zu werden. Wir konnten das alles auch erst ein paar Tage später realisieren", sagt Heinrich Losing. Für ihn war die vergangene Spielzeit erst das zweite Jahr überhaupt als Trainer, in dem ihm gleich der Aufstieg in die Landesliga gelang. "Das zeigt, dass man nicht viel falsch macht. Aber für die Jungs freut es mich am meisten", sagt Losing und spielt damit den Ball schnell wieder zu seiner Mannschaft zurück, die er auch einige Tage nach dem Saisonende noch in höchsten Tönen lobt. Und dazu hat er allen Grund, schließlich spielt man in der nächsten Saison in der Landesliga, und die Art und Weise, wie dieser Aufstieg zustande kam, war auch nicht unverdient. Der Zweikampf mit Giesenkirchen im Rennen um den Titel hätte sicherlich nicht spannender sein können, am Ende hatte der ASV ein Tor mehr geschossen (98) und eins weniger kassiert (34) als der ärgste Verfolger. Die Süchtelner hatten in Nando di Buduo (18), Kai Schürmann (16), Karsten Robertz und Samy Forestal (12) gleich vier Spieler in ihren Reihen, die zweistellig trafen. Unter dem Strich setzte sich die spielerische Qualität der Süchtelner gegen die über weite Strecken der Saison mental starken Giesenkirchener durch. Ein weiterer Pluspunkt war aus Losings Sicht auch der Zusammenhalt in seinem Team. "Die Einstellung der Mannschaft war super, die Jungs sind mittlerweile ein verschworener Haufen. Das ist sehr positiv für einen Trainer", sagt der Coach. Dieser Aspekt war auch mitentscheidend dafür, dass die ärgerlichen Niederlagen im Laufe der Rückrunde gegen Wachtendonk-Wankum (1:2) und Grefrath (0:2) gut verdaut wurden.

Es gab also auch wenig Handlungsbedarf in Sachen Kaderplanung beim ASV. Die Süchtelner holten in Bonko Smoljanovic und Morten Heffungs (beide Teutonia St. Tönis) nur zwei ältere Spieler, der Rest kommt aus der A-Jugend. Der Aufsteiger bietet eine interessante Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern auf, die künftig ihre Konkurrenzfähigkeit in der Landesliga nachweisen muss. "Wir werden jede Woche gefordert sein, es wird eine schöne Herausforderung für uns", betont Heinrich Losing. Die Vorbereitung darauf beginnt schon heute, ab 10 Uhr bittet Losing erstmals zum Training.

(vdb)
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