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Fußball: Grenzland-Klubs gegen Krefelder Übermacht

Fußball : Grenzland-Klubs gegen Krefelder Übermacht

Fussball (ms/kpn) Ein wenig müssen sich die Vereine aus dem Grenzland, die in der neuen Saison nur noch in der Kreisliga A KK vertreten sind, fühlen wie die drei Musketiere. Da Bracht und Amern in die Bezirksliga aufgestiegen sind, sind nur noch TIV Nettetal, TuRa Brüggen und SuS Schaag in der A-Liga verblieben und bekommen es mit einer Übermacht von Krefelder Vereinen zu tun. "Hoffentlich halten die Krefelder Vereine nicht wie in den letzten Jahren so gut zusammen", so die Sorge der "Grenzländer".

Doch das ist nur die eine Seite. Denn gleich drei Vereine aus dem Krefelder Raum (RSG Gartenstadt, TuS St. Hubert und SV St. Tönis) sind aus der Bezirks- in die A-Liga abgerutscht. "Das macht die ganze Sache nicht einfacher", vermutet John Hesen, der bei TuRa Brüggen nun als Trainer das Sagen hat. "Aber groß interessiert mich das nicht", sagt er. "Wir haben ein Ziel vor Augen, und das lautet, möglichst schnell auch in die Bezirksliga aufsteigen – zu unseren anderen Grenzlandkollegen." Wer Hesen kennt, weiß, dass er ähnlich wie in Waldniel alles in Bewegung setzen wird, damit dieses Unterfangen auch Wirklichkeit wird – wenn man ihn in Ruhe arbeiten lässt!

Ganz andere Sorgen hat da schon TIV Nettetal, das in der letzten Saison bis zum Finale um den Aufstieg mitgespielt hat. "Davon werden wir in der neuen Saison weit entfernt bleiben", sind sich TIV-Geschäftsführer Cengiz Dülger und Trainer Ülkü Batur einig. "Wir sind froh, wenn wir den Klassenerhalt schaffen." Frühzeitig nichts mehr mit dem Klassenerhalt zu tun haben will auch SuS Schaag. "Wir wollen am Ende einen einstelligen Tabellenplatz haben", so Trainer Andy Winkels.

Den beiden Viersener Vereinen in der Kreisliga A MG/VIE ist durchaus zuzutrauen, in der neuen Spielzeit eine beachtliche Rolle in der Liga zu spielen. Doch ein wenig Unsicherheit schwingt bei beiden noch mit. Bei der Reserve des 1. FC Viersen etwa sagt Trainer Klaus Ernst, dass der überwiegende Teil seiner 23 Spieler während der Vorbereitung sehr gut gearbeitet habe. Lediglich von dem einen oder anderen Spieler, dem er eine Führungsrolle zugedacht hatte, sei er bisher ein wenig enttäuscht.

Auch in den Testspielen lief es noch nicht rund. Dem letztjährigen Liga-Konkurrenten Rheindahlen unterlag der 1. FC 1:5, gegen den Landesligisten Giesenkirchen stand es nach 70 Minuten noch 0:2, am Ende dann 1:6. "Wir haben auch wirklich gute Tests gehabt, wenn wir mal in voller Besetzung spielen konnten", sagte Ernst. Das wiederum macht bei aller Skepsis auch wieder hoffnungsfroh. Der Auftaktgegner, Aufsteiger Red Stars, scheint eine lösbare Aufgabe.

Bei Concordia fielen derweil einige Testspiele aus, die Generalprobe im Pokal hinterließ den neuen Trainer Raimund Schleszies mit gemischten Gefühlen. "Drei Gegentreffer sollten wir in Neersbroich nicht bekommen, auch wenn wir selbst vier Tore machen", ließ er wissen. Concordia startet bei Odenkirchen 05/07 II.

Schleszies' Kollege Ernst traut den Concorden derweil auch viel zu. Es scheint unstrittig, dass beide Mannschaften das Potenzial für einen Platz im oberen Tabellendrittel mitbringen. Entscheidend ist nun, was sie daraus machen.

(RP)