Reitsport: Gold gibt es auch in Lobberich

Reitsport: Gold gibt es auch in Lobberich

Der beste Springreiter des Reitsportfestivals des RuF Lobberich erhielt einen Goldbarren. Tausende Zuschauer kamen zum viertägigen Turnier. Nur die Siege für die heimischen Sportler waren rar gesät.

Reiten Nicht nur bei Olympia schimmert es für die Sieger Gold – auch in Lobberich ist das Edelmetall im Trend. Markus Merschformann, als erfolgreichster Springreiter des Lobbericher Reitsportfestivals an der Lüthemühle geehrt, erhielt einen 100 Gramm schweren Goldbarren im Werte von 4200 Euro. Und die junge Siegerin Franziska Baum-Gundlach (RV Wallau) mit For Edition hatte beim "Großen Preis von Nettetal", der zwar nicht mit Gold, dafür aber mit stolzen 15 000 Euro dotiert war, keiner der Mitstreiter unter den sieben Teilnehmern des Stechens auf der Rechnung. Sie siegte mit der fehlerfreien Rundenzeit von 47,32 Sekunden, als sie den damit führenden und einzigen fehlerfreien Andreas Knippling (RG Hausdorp) auf Cassius noch knapp um 28 Hundertstelsekunden auf den zweiten Platz verwies (0/47,60).

"Die Höhe von 1,50 bis 1,55 Metern und von 1,60 Metern Tiefe ist bei den Sprüngen nicht so entscheidend, sondern es kommt auf die Aufeinanderfolge der Hindernisse an", erzählte Alois Pollmann-Schweckhorst (Warsteiner Reitverein) noch vorher dem Publikum. Er belegte mit Balermo den dritten Platz (4/45,64). Der Lokalmatador Uwe Schmitz (RFV Lobberich) schied bereits im Normalumlauf mit Cinnamon und Farewell aus.

Das Championat von Lobberich, ein S-Springen mit zwei Sternen und mit 10 000 Euro dotiert, wurde in der Siegerrunde entschieden. 20 Reiter erreichten mit fehlerlosen Ritten im Normalumlauf das Finale. Am Ende war Markus Merschformann (Reiterverein Osterwick) mit Baloupetra der schnellste Nullreiter in 36,08 Sekunden vor Frederik Knorren (RV Würselen) mit Aspen (0/37,39) und Sebastian Karshüning (RV Rhede) mit Taquila (0/38,73) auf den Plätzen zwei und drei. Auch Lokalmatador Uwe Schmitz mit Cinnamon zog in die Siegerrunde ein, aber leistete sich dort dann zwei Abwürfe und fiel auf Platz 15 (8/41,30) zurück. Der rheinische Vizemeister Matthias Gering (RFV Hubertus Anrath-Neersen)auf Lorcado verursachte ebenfalls acht Fehlerpunkte (17.).

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Die Siege für die Lobbericher waren rar gesät. Was seinem Vater Uwe Schmitz in den großen Springen angesichts der starken Konkurrenz nicht gelang, schaffte dann sein Sohn Niklas in einem M*-Springen gleich mit einem Doppelsieg durch Cyra und Contrast vor dem Drittplatzierten Paul-Heinz Meier (ebenfalls RFV Lobberich) mit Spencer.

Tausende Zuschauer kamen zum viertägigen Reitsportfestival. Publikumsmagneten waren die Dressur- und Abendgala. "Seitdem ich das hier als technische Leitung mache, haben wir noch nie so ein tolles Wetter gehabt. Das machte Laune. Es lief bei uns alles rund und entspannt ab", sagte Frank A. Heublein, der auch in diesem Jahr wieder beim CHIO in Aachen in der Organisation im Einsatz war.

"Wir erhielten für unsere extra geschaffenen Bedingungen zur Verbesserung unseres Turniers reichlich Lob und Anerkennung auch von Reitern, die international viel für den Pferdesport unterwegs sind", sagte Wilhelm Tobrock, 1. Vorsitzender des RFV Lobberich, mit Stolz.

(Off)